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19.02.1988 - 

Geschäftsergebnisse bleiben weit hinter den Erwartungen zurück

Norsk Data: 1987 nicht erfolgreich

FRANKFURT (dow) - Börsenkrach und Dollarschwäche mußten auch bei der Norsk Data GmbH herhalten, um die Umsatzsteigerung von nur 0,1 Prozent zu erklären. Geschäftsführer Karlheinz Rathgeber kommentierte die rückläufigen Ergebnisse im Gesastkonzern des norwegischen Rechnerherstellers damit, daß man sich mit einer Steigerangsrate von 20 Prozent zu Jahresbeginn 1987 schlicht verschätzt habe.

Nachdem das Unternehmen in den Jahren 1981 bis 1986 seinen Umsatz insgesamt vervierfacht hatte, mußte der Hersteller von Kompakt-Rechnern 1987 auf die geplante weltweite Expansion verzichten. Zuwächse konnten lediglich auf dem europäischen Markt verbucht werden.

Der Gesamtkonzern machte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 2,8 Milliarden norwegischen Kronen (1 Krone = 27 Pfennig). Darin enthalten ist der Umsatz des im Juli 1987 übernommenen britischen Softwarehauses Wordplex an dem Norsk Data für rund 80 Millionen Dollar eine Aktienmehrheit von 70 Prozent erworben hat. Der Gewinn vor Steuern lag für den Gesamtkonzern bei 235 Millionen Kronen, wobei der Wert der Aktie um fast die Hälfte auf 6 Kronen zurückfiel.

Ende vergangenen Jahres verfügte das Unternehmen über eine Liquiditätsreserve von 2,07 Millionen norwegischen Kronen (1,65). Das Eigenkapital wuchs auf 2,44 (2,02) Millionen Kronen, so daß sich eine Eigenkapitalquote von 50 (55) Prozent ergibt. Rund 28 Prozent des Aktienkapitals werden von leitenden Mitarbeitern gehalten.

Vom Gesamtumsatz entfielen 72,3 Prozent auf die skandinavischen Länder, was einem Volumen von 2,06 Millionen norwegischen Kronen entspricht. Wie im Vorjahr machte das Unternehmen mit 1,44 Millionen Kronen - das entspricht etwa 50 Prozent des Gesamtumsatzes - sein Hauptgeschäft im Inland. Erhebliche Einbußen mußten die Norweger bei Aufträgen mit der US-Luftwaffe hinnehmen. Den erfolglosen Handel in Indien erklärte Vice-President Asmund Slögedal mit innenpolitischen Schwierigkeiten auf dem Subkontinent.

Der Umsatz der deutschen Tochter mit Hardware und Software wuchs im Geschäftsjahr 1987 lediglich um 0,1 Prozent auf 45,5 Millionen Mark. Bei den Dienstleistungen konnte immerhin eine Steigerung von 1 ,5 Millionen Mark auf 19,9 Millionen Mark erreicht werden.

Den fast stagnierenden Umsatz der GmbH, die den nach Skandinavien zweitwichtigsten Markt betreut, begründete Rathgeber mit dem Börsenkrach im Oktober und der Schwäche des Dollars. Bereits im Herbst anstehende Kaufentscheidungen der Kunden, die überwiegend aus dem mittelständischen Bereich kommen, wären deswegen bis Jahresende hinausgezögert worden. Die Lieferung der im Dezember eingegangenen Aufträge erfolge naturgemäß erst in diesem Jahr, könne also nicht den Ergebnissen von 1987 zugerechnet werden. Im Zuge des allgemeinen Preisverfalls bei DV-Produkten sei Norsk Data außerdem gezwungen gewesen, seine Rechner um 15 Prozent billiger als im Vorjahr anzubieten. Das Auftragspolster für das gerade begonnene Geschäftsjahr bezifferte der Anbieter von CAD/CAM-Systemen auf 10 Millionen Mark.

Die norwegische Konzernleitung will sich künftig auf die Zielmärkte in Europa konzentrieren. Dort erhofft sie sich Zuwachsraten über den Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes. Slögedal bezeichnete 1988 als Jahr der Reorganisation, in dem sich Norsk Data auf seine Grundsätze besinnen wolle. In Zahlen formulierte Prognosen für den Geschäftsverlauf 1988 mochte der norwegische Vice-President nicht geben. Er sei zufrieden, wenn die Entwicklung des Unternehmens mit dem Markt Schritt halte.