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08.02.1985 - 

Der Name Dietz hat keine Zukunft bei deutscher Tochter

Norsk Data bald im amtlichen Handel

FRANKFURT (ru) - Die Aktien des norwegischen Minicomputer-Herstellers Data A. S. sollen ab März an der Frankfurter Wertpapierbörse amtlich notiert werden. Bereits im Oktober vergangenen Jahres wurden sie im ungeregelten Freiverkehr der Mainmetropole gehandelt.

Mit beträchtlichen Zuwachsraten hatte das Unternehmen das Geschäftsjahr 1984 abgeschlossen. Den Umsatz steigerten die 2200 Mitarbeiter der Gruppe gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50 Prozent auf 1360 Millionen norwegische Kronen (etwa 470 Millionen Mark). Der Gewinn vor Steuern stieg um rund 60 Prozent auf 230 Millionen norwegische Kronen Knapp 80 Millionen Mark). Es errechnet sich eine Umsatzrendite von 16,9 Prozent.

Norsk Data errechnete für den Zeitraum von 1980 bis 1984 beim Umsatz ein durchschnittliches Wachstum von 44 Prozent, beim Gewinn von 55 Prozent. Die nach eigenen Worten Endbenutzer-orientierten Norweger unterhalten Tochtergesellschaften in Dänemark, Schweden, der Bundesrepublik, den Niederlanden, der Schweiz sowie in Frankreich, den USA und Großbritannien. Ihre Aktien sind schon seit geraumer Zeit an den Börsen New York, London, Stockholm und Oslo zugelassen.

Zur Zufriedenheit hat sich laut ND-Geschäftsführer Horst Enzelmüller die deutsche Norsk-Data-Tochter entwickelt. Das Stammkapital der Dietz Computer wurde Ende 1984 von bislang einer auf sieben Millionen Mark aufgestockt. Der Umsatz kletterte auf 45,3 (39) Millionen Mark. Ende dieses Jahres soll die Gewinnschwelle erreicht werden. An der jetzt als Norsk Data Dietz GmbH, Bad Homburg, firmierenden Unternehmen ist die Familie Dietz nur noch mit drei Prozent beteiligt.

Konsequent schaffte es Norsk Data auch, die Zahl der in Deutschland verkauften Rechner zugunsten der eigenen Maschinen zu steigern Während 1983 erst 20 Prozent der norwegischen Systeme in der Bundesrepublik verkauft wurden, ging der Anteil der Dietz-Geräte im vergangenen Jahr auf 50 Prozent zurück und soll im laufenden Jahr auf 20 Prozent fallen. Ziel von Norsk Data ist es, in absehbarer Zeit aus schließlich nur noch eigene Systeme und keine Dietz-Mikros mehr auf dem deutschen Markt abzusetzen. Als logische Konsequenz ist dann die Streichung des Namens Dietz aus der Firmenbezeichnung vorgesehen.

Das 1967 von drei norwegischen Computer-Wissenschaftlern gegründete Unternehmen verfügt gegenwärtig über ein Aktienkapital von 227 171 540 norwegischen Kronen. Im September 1984 wurde das Kapital um 1,25 Millionen Aktien aufgestockt. Im Umlauf zu einem Nennwert von je 20 Kronen sind 7 014 656 Aktien mit Stimmrecht und 4 366 421 Papiere ohne Stimmrecht (siehe auch Börse Seite 69).