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25.09.1998 - 

Kann der TK-Gigant Cisco Paroli bieten?

Nortel stellt Vier-Phasen-Strategie für die Integration von SNA und IP vor

Die Ankündigung der Company kommt nicht unerwartet: Analysten, aber auch die Konkurrenz haben bereits darauf hingewiesen, daß Nortel in Sachen Sytems Networking Architecture (SNA) bislang wenig zu bieten hat. Während Nortel derzeit gerade mal etwas mehr als fünf Prozent des SNA-Router-Marktes besetzt hält, kontrolliert Cisco Systems laut Angaben der International Data Corp. (IDC) annähernd 80 Prozent.

Kaum verwunderlich also, daß der Networking-Primus sein unbestreitbares SNA-Know-how als Trumpfkarte gegen Nortel und andere Mitbewerber wie etwa Lucent ausspielen will (siehe CW 33/98, Seite 21). Mit einer vierstufigen Strategie will Nortel nun zeigen, daß das Unternehmen Anwendern auf diesem Gebiet ebenfalls etwas zu bieten hat. Vollmundig verspricht der TK-Gigant, sein Ansatz werde Anwender letztlich in die Lage versetzen, SNA- und IP-Informationen gleichzeitig mit der selben Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit über ein Netz zu fahren, als seien zwei getrennte Netze im Einsatz. Dabei sieht sich die Company allerdings einer zentralen Herausforderung gegenüber: Sie muß einen Weg finden, die Data-Link-Switching- (DLSw-) Fähigkeiten seiner Bay-Networks-Router mit den Quality-of-Service-Features ihrer Switches für den Frame-Relay- und den ATM-WAN-Bereich zusammenzuführen.

Die erste Phase hat schon begonnen

Bereits jetzt bietet Nortel dazu Funktionserweiterungen wie "Backup Peers" und Advanced Peer-to-peer Networking Boundary Function (APPN/BF). Backup Peers sichern SNA-Sitzungen, falls eine primäre Verbindung zwischen zwei Routern zusammenbrechen sollte. APPN/BF soll Anwendern erlauben, einzelne große SNA-Netze zu einem Gesamtnetz zusammenzufassen. In einem zweiten Schritt will der Hersteller bis Ende des Jahres die Skalierbarkeit dieser Features erhöhen sowie unter anderem ein ATM-Attachment für sein Mainframe-kanalgebundenes Gateway "5745" bieten. Kunden seien dadurch in der Lage, größere SNA/ IP-Netze aufzubauen und hätten mehrere Möglichkeiten, Mainframes schnell an diese Umgebungen anzubinden.

In der dritten Phase (erste Hälfte 1999) plant Nortel, seine DLSw-Software um das Resource Reservation Protocol (RSVP) zu erweitern. Dadurch wird es möglich, Übertragungsbedingungen, die von Bandbreite und Tageszeit abhängig sind, für SNA-Daten in IP-Netzen anzufordern. In der letzten Stufe seiner Strategie sieht der Hersteller die Unterstützung für IBMs High Performance Routing (HPR) über IP vor. Das erweitert APPN um die Möglichkeit der Kontrolle von Datenstaus sowie Rerouting-Fähigkeiten.