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11.12.2014 - 

Nach Mega-Preispanne

Notebooksbilliger-Chef entschuldigt sich für Fehler

Dr. Matthias Hell ist Experte in Sachen E-Commerce und Retail sowie ein Buchautor. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten Handelsmagazinen und E-Commerce-Blogs. Zuletzt erschien seine Buchveröffentlichung "Local Heroes 2.0 – Neues von den digitalen Vorreitern im Einzelhandel".
Wie Notebooksbilliger-Chef Arnd von Wedemeyer gegenüber ChannelPartner mitteilt, handelte es sich bei der Preispanne im eBay-Shop des Elektronikversenders um einen Fehler in einem Datenexportmodul. Die juristische Einstufung des Vorfalls ist für den Firmenchef eindeutig.

Gegenüber ChannelPartner berichtet Notebooksbilliger-Chef Arnd von Wedemeyer, wie es zu der umfangreichen Preispanne im eBay-Shop des Elektronikversenders kommen konnte: "Aufgrund eines Fehlers in einem Datenexportmodul kam es in der Nacht zum Dienstag bei der Notebooksbilliger.de AG zu falschen Preisangaben im eBay-Store. Etwa gegen Mitternacht ging es los und konnte erst am frühen Morgen von uns beendet werden. Wir haben sofort den eBay-Shop deaktiviert, damit keine weiteren Bestellungen aufgrund dieser fehlerhaften Preise erfolgen konnten."

Leider sei bei der hohen Komplexität, mit der Daten heute geliefert und verarbeitet würden, ein solcher Fehler nicht hundertprozentig auszuschließen. "Der Fehler trat nur in einem Exportmodul zum eBay-Shop auf, in unserem eigenen Shop waren daher jederzeit die richtigen Preise sichtbar", so Wedemyer.

"Wir haben nie und werden nie versuchen, Aufmerksamkeit durch falsche Preise zu generieren": Notebooksbilliger-Chef Arnd von Wedemeyer entschuldigt sich bei den Kunden für die Preispanne.
"Wir haben nie und werden nie versuchen, Aufmerksamkeit durch falsche Preise zu generieren": Notebooksbilliger-Chef Arnd von Wedemeyer entschuldigt sich bei den Kunden für die Preispanne.
Foto: notebooksbilliger.de

Eine große Nachfrage nach dem vermeintlichen Schnäppchen sei durch die Deal-Plattform MyDealz befeuert worden, obwohl auch hier klar von den Betreibern und vielen Kunden darauf hingewiesen worden sei, dass es sich sicher um einen Irrtum handele – schließlich habe sogar die Überschrift gelautet: "...extremer Preisfehler bei NBB…". "Wir haben eine große Zahl Bestellungen erhalten, alle Kunden wurden zwischenzeitlich informiert, dass es sich hier um einen Irrtum handelt", berichtet der Notebooksbilliger-Gründer. "Wir bedanken uns bei unseren Kunden für die überwiegend sehr verständnisvolle Reaktion und entschuldigen uns auch noch einmal ausdrücklich für unser Versehen. Die Kunden, die Vorkasse oder per Paypal bezahlt haben, haben Ihr Geld bereits zurück erhalten."

"Aus juristischer Sicht ein klarer Irrtum"

Vor dem Hintergrund einzelner aufgeregter Reaktionen im Forum von MyDealz bezieht Notebooksbilliger-Chef Arnd von Wedemeyer allerdings auch Stellung: "Aus juristischer Sicht handelt es sich hier klar um einen Irrtum in der Übermittlung. Auch den jetzt sich äußernden aufgeregten Stimmen ist das offenbar klar, da hier zu einem großen Anteil im gleichen Forum zu einem früheren Zeitpunkt bereits angekündigt wurde, zu versuchen, missbräuchlich diesen Irrtum auszunutzen und den Händler, also uns, möglichst massiv zu schädigen. Ergänzend haben wir den Eindruck, dass durch einzelne versucht wurde, hier eine unfaire Hetzkampagne gegen uns zu starten. Dazu wurden auch Anwaltsschreiben und Verweise auf Urteile des Bundesgerichtshofs verwendet, die völlig andere Sachverhalte als Grundlage haben." Hier würden sich einzelne in einem rechtsmissbräuchlichen Raum bewegen, was trotzdem für Notebooksbilliger.de die große Gefahr negativer Publicity hätte haben können.

Smartphone für 5,99 Euro - Folge der Preispanne im eBay-Shop von Notebooksbilliger
Smartphone für 5,99 Euro - Folge der Preispanne im eBay-Shop von Notebooksbilliger

"Umso mehr hat mich und unser Team insbesondere gefreut, wie sehr andere Diskutanten für uns in die Bresche gesprungen sind und dieses künstlich aufgeputschte 'Hating' unterbunden haben", erklärt Arnd von Wedemeyer. "Für diese faire Behandlung möchten wir uns ausdrücklich bedanken." Notebooksbilliger.de habe und werde nie versuchen, Aufmerksamkeit durch falsche Preise zu generieren. Wedemeyer weiter: "Unsere Preise sind top. Aber immer seriös. Genauso werden wir auch weitermachen. Unsere Kommunikation, auch zu bei uns entstandenen Fehlern, war und ist immer transparent und fair gewesen. Wir sind dankbar dafür, dass wir jetzt genauso fair von der großen Mehrheit der User behandelt werden."

Der Vorfall zeigt, dass auch Top-Online-Händler nicht vor Pannen gefeit sind. Neben Notebooksbilliger.de hatte vor wenigen Tagen mit Cyberport ein weiterer deutscher Top-10-Online-Händler mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen ("Cyberport mit Performance-Problemen am Black Friday"). Während sich Cyberport bereits während der Server-Panne Mühe gab, zumindest kommunikativ gegenzusteuern, brauchte es bei Notebooksbilliger.de rund 48 Stunden (und wohl auch das lauter werdende Medienecho), um in der Angelegenheit öffentlich aktiv zu werden. Für beide Online-Händler dürften die Probleme der vergangenen Tage deshalb wohl noch zu einiger Nachbereitung Anlass geben.

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