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24.06.1994

Notes-Produzent sucht ein Standbein im Enterprise-Messaging- Geschaeft Lotus will E-Mail-Produzenten Softswitch mit Aktien aufkaufen

FRAMINGHAM (IDG) - Die Wahlmoeglichkeit der Anwender zwischen unabhaengigen E-Mail-Herstellern wird immer kleiner. Nach dem Aufkauf von Wordperfect durch Novell will nun Lotus Development Corp. den Messaging-Produzenten Softswitch Inc. uebernehmen, um so auf dem hart umkaempften Marktsegment zu bestehen. Pessimisten rechnen bereits damit, dass sich bald nur noch die Troika Microsoft, Novell und Lotus den Markt teilen wird.

Lotus, mit seinen E-Mail-Produkten bis jetzt eher im Departmental- Markt zu Hause, will mit dem Kauf der sich im Privatbesitz befindenden Softswitch ein Bein in den Enterprise-Messaging-Markt bekommen. Wie es heisst, bezahlt Lotus den Deal mit rund 1,3 Millionen Aktien, deren Wert auf 64 bis 73 Millionen Dollar geschaetzt wird.

Mit dem Kauf von Softswitch bekommt Lotus auch die Kundenbasis des kleinen Unternehmens in den Griff, das 600 der Fortune-1000- Unternehmen zu seiner Klientel zaehlt. Die Akquisition soll kuenftig weiter als eigenstaendige Firma fungieren.

Softswitch ist auf die unternehmensweite Integration von Messaging-Systemen sowie E-Mail fuer Mainframes spezialisiert und hat darueber hinaus Erfahrungen mit der X.400- und Unix- Technologie. Daraus resultieren die Produkte "Central", ein Mainframe-basierter Messaging Switch, sowie der Enterprise Messaging Exchange Switch (EMX) fuer Unix.

Langfristiges Ziel von Lotus und Softswitch ist die Integration des Lotus Communication Server (LCS) und des EMX in einen kombinierten Groupware-, Messaging- und Backbone-Switch-Server. Diese Server-Technologie koennte Lotus auch als Grundlage fuer den Aufbau oeffentlicher Notes-Netze, wie er zusammen mit AT&T erfolgt, verwenden.

Auf Anwenderseite stoesst die Akquisition von Softswitch durch Lotus nicht auf ungeteilte Begeisterung. Vielmehr befuerchten die User, wie die CW-Schwesterpublikation "Computerworld" berichtet, dass das Unternehmen nun seine Neutralitaet verlieren koennte, die fuer viele Anwender einer seiner Hauptvorteile war.

Darueber hinaus koennte der Deal die Beziehungen zu Microsoft beeintraechtigen. Softswitch arbeitet mit der Gates-Company an einer EMX-Integration in den MS-Exchange-Server, wobei Microsoft- Manager bezweifeln, dass das Unternehmen in Zukunft noch Software bekommt, die sich im fruehen Betastadium befindet.