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21.06.1996 - 

Hersteller von Alternativprodukten blieben fern

Notes User Group sorgt sich um Intranet-Konkurrenz

Die meisten Teilnehmer hatten bereits erheblich in Notes investiert: entweder als Anwender in größere Installationen oder als Entwickler in Lernaufwand. Nun waren sie verunsichert, weil nach Einschätzung einiger Marktbeobachter das Internet Notes hinfällig machen könnte.

Entsprechendes Interesse brachten die Teilnehmer dem französischen Netscape-Vertreter Serge Bernard entgegen, der über die Intranet- Strategie seines Unternehmens referierte. Er strich dabei die Vorteile von offenen Standards heraus. Sie seien der Grund dafür, warum ein Intranet im Gegensatz zu herkömmlichen Messaging- Systemen beispielsweise auf komplizierte Mail-Gateways ins Internet verzichten kann oder via Hyperlink den einfachen Zugriff aus dem Unternehmensnetz auf Internet-Ressourcen erlaubt. Freilich beeilte sich in der anschließenden Podiumsdiskussion der deutsche Vertreter von Net- scape, Rainer Caspari, Notes einen Platz im Rahmen von Intranets einzuräumen. Er sah keine Konkurrenz zwischen Lotus und seiner Company, sondern gestand Notes eine ergänzende Rolle beim Informations-Management von Unternehmen zu.

Umgekehrt wurden die Vertreter von Lotus nicht müde, die Öffnung von Notes gegenüber den Internet-Standards hervorzuheben. Entsprechend widmete Robert Schneider von der deutschen Lotus- Niederlassung dem Thema "Notes versus Internet" einen eigenen Vortrag, der die Vorzüge von Notes als Publishing-System für das Web pries. Der Ausblick auf diesbezügliche Funktionen im "Domino"- Server, der im Juli erscheint, sollte den Teilnehmern den Eindruck vermitteln, daß sie sich angesichts des rasant wachsenden Internets mit Notes in keine Sackgasse begeben haben.

Weniger eindrucksvoll war die Vorstellung von Möchtegern- Alternativen zu Notes. Vertreter von Microsoft und Novell wurden eingeladen, blieben der Veranstaltung aber fern. Im ersten Fall scheint das nicht so verwunderlich, nachdem sich Microsoft und Lotus über ihre Web-Seiten in letzter Zeit eine Schlammschlacht lieferten. Diese hatte damit begonnen, daß Redmond angebliche Vorteile seines "Exchange" allzu großzügig pries und bei der Bewertung von Notes mit den Tatsachen nicht zimperlich umging.

Anwesend war hingegen Christine Nelkowski von der Oracle GmbH, die "Interoffice" als kommende Alternative zu Notes präsentierte. Als Marketing-Frau war sie den technischen Fragen aus dem Publikum allerdings nicht gewachsen und konnte den Notes-Anwendern keinen triftigen Grund nennen, warum sie auf das Oracle-Produkt umsteigen sollten.