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26.08.1977 - 

Computerunterstützte Lärmmeßzentrale für den Flughafen Frankfurt:

Nova im Dienste des Umweltschutzes

FRANKFURT (ob) - "Lärmsündern" unter den Flugkapitänen wollen jetzt Frankfurter Umweltschützer an den Kragen gehen. Sie bedienen sich dabei modernster elektronischer Hilfsmittel: Zwanzig Meßstellen rund um den Airport der Rhein-Main-Metropole registrieren den von Passagiermaschinen verursachten Fluglärm. Über Regelfrequenz-Umwandler werden Lärmwerte von 60 bis 110 dB erfaßt und via Telefonleitungen in die "Hauptstelle Umwelt und Nachbarschaft" auf dem Frankfurter Flughafengelände übertragen. Die "gewandelten" Werte sind Input für einen Nova-Minicomputer von Data General, der alle ankommenden Daten nach folgenden Kriterien verarbeitet: Ereignisse, Fluglärm-Identifizierungen, statistische Kennzeichnungen und meteorologische Informationen.

Die Meßstellen werden im Sekundenrhythmus abgefragt, anschließend stellt der Rechner ein Lärmereignis auf dem angeschlossenen Bildschirm dar. Störungen wie Windgeräusche oder Vogelgesang in unmittelbarer Mikrophonnähe können über die Tastatur eliminiert werden. Lärmeinflußfaktoren wie Wetterdaten, Windrichtung und -stärke sowie relative Luftfeuchtigkeit werden den einzelnen Lärmereignissen mit Adreß. Angabe zugeordnet.

Die vorbereiteten Werte gelangen dann auf 8-Kanal-Lochstreifen zur Auswertung ins Rechenzentrum der Flughafen Frankfurt/Main AG. Monatlich ausgedruckte Listen lassen erkennen, welche Fluggesellschaft "leise" und welche "laut" anfliegt und an welcher Stelle Lärmschutzmaßnahmen angesetzt werden sollten.