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14.08.1998 - 

Zero Administration Client

Novasoft stellt Produkte komplett auf Java um

Alte und neue Lösung lassen sich gemeinsam betreiben, versichert Jörg Deibert, Geschäftsführer der deutschen Novasoft-Niederlassung in München. Anwender würden künftig das Produkt Novation beziehen, könnten sich dabei aber für jeden einzelnen Arbeitsplatz entscheiden, ob sie die klassische Client-Server-Variante (Novamanage) oder die für Intranets und Browser-Front-ends konzipierte Software einsetzen wollen.

Wesentlicher Unterschied ist, daß diejenigen Teile der Anwendungslogik, die bislang auf dem Client lagen, nun in Form von Javabeans auf dem "Application Server" gespeichert sind. Dieser läßt sich vom Endanwender über speziell eingerichtete URLs ansprechen. Die Java-Komponenten mit den jeweils benötigten Workflow- und Dokumenten-Management-Funktionen werden zum Browser geschickt und in der Java Virtual Machine ausgeführt. Eine abgespeckte Version des Application Server bildet der "Content Server". Er dient der reinen Informationsdarstellung (Viewing) und enthält zur Suche im Dokumenten-Repository umfangreiche Retrieval-Funktionen.

Wesentliche Neuerungen bringt Novation auch im Bereich der Entwicklungsumgebung mit sich. Hier hat der Hersteller die bislang eingesetzte, proprietäre "Nova Workbench" für das Customizing der Oberfläche durch IBMs "Visual Age for Java" ersetzt. Darin eingebettet ist eine Bibliothek, die mit rund 50 Javabeans startet. Auch "Novabuilder" zur Gestaltung von Arbeitsabläufen (Workflow) und zum Aufbau branchenspezifischer Funktionsmodule wurde zumindest als eigenständiges Tool aufgegeben, es ist jetzt integrierter Bestandteil der Java-Werkzeuge. Völlig abgelöst hat man den hauseigenen Formulargenerator "Novaforms". Ihn ersetzt das Produkt "Jetform" von der gleichnamigen Firma.

Zur weiteren Unterstützung von High-end-Benutzern und Systemintegratoren will der Hersteller mehrere Beispielanwendungen ausliefern. Den Anfang machen Templates für das Engineering Change Management sowie für Betriebsanweisungen (SOPs = Standard Operation Procedures).

Nach Angaben von Novasoft hat die neue Produktstrategie zu einer schnell einführbaren Workflow- und Dokumenten-Management-Lösung geführt. Out-of-the-box-Anwendungen seien möglich, Anpassungen mit Hilfe der IBM-Werkzeuge erforderten keine Programmierkenntnisse. Betont wird vor allem der geringere Administrationsaufwand, da sich aufgrund des Server-zentrierten Komponentenmodells keine Anwendungssoftware mehr auf dem Client befindet.

Novation läuft unter den Betriebssystemen AIX, HP-UX, Solaris, NT und Windows 95. Bei den Datenbanken wird derzeit nur Oracle unterstützt, dies soll sich aber mit dem nächsten größeren Release-Wechsel zugunsten weiterer SQL-Datenbanken ändern.