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Gewinn könnte sich bis 1993 verdoppeln


13.07.1990 - 

Novell-Aktie: interessant für risikobewußte Investoren

Von Arnd Wolpers*

*Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensgesellschaft CMW GmbH in München.

Novell beherrscht mit rund 50 Prozent weltweit den Markt der PC-LANS. Seit 1985 wächst der Umsatz jährlich um atemberaubende 88 Prozent, der Ertrag um 80 Prozent. Der Gewinn je Novell-Aktie kletterte sei 1987 von 78 Cent auf 2,40 Dollar (Schätzung 1990). Branchenanalysten erwarten für das Jahr 1993 einen Gewinn von deutlich über fünf Dollar.

Voraussetzung für diese optimistische Gewinneinschätzung ist ein anhaltend starkes Wachstum der lokalen Vernetzung bei gleichbleibend starker Stellung von Novell als Software-Anbieter.

Nachdem lediglich 20 Prozent der PCs weltweit in lokale Netze eingebunden sind, geht Novell von einem Wachstum des Anteils vernetzter PCs von 15 bis 25 Prozent pro Jahr aus. Dieses Marktwachstum und die starke Stellung des Unternehmens im Markt berechtigen zu der optimistischen Prognose.

Als im April 1990 bekannt wurde, daß Novell ein Zusammengehen mit Lotus Development plant, kam der Kurs der Novell-Aktie kurzfristig unter Druck, um sich nach Zerschlagung der Fusionspläne umgehend wieder zu erholen. Ursache hierfür dürfte die Furcht der Anleger gewesen sein, daß durch eine Zersplitterung der Aktivitäten die Profitabilität zwangsläufig leiden würde.

Die hohe Qualität der Unternehmensrendite hatte Novell erst erreicht, nachdem man sich 1988/89 vom Hardware-Bereich getrennt und ganz auf das markenstärkere Software-Segment konzentriert hatte. Die Bruttomenge kletterte infolgedessen von 61 Prozent auf fast 75 Prozent.

Novell ist kein Witwen- und Waisenpapier, sondern eine hochvolatile Aktie mit überdurchschnittlichem Wachstums-, aber auch Enttäuschungspotential (vor dem Hintergrund der hochgeschraubten Erwartungen). Auf zwölf Monate Sicht stellt sie eine interessante Anlage für risikobewußte Investoren dar.