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16.12.1988 - 

Netware schlägt Brücke von LAN zu IBM-Host sowie Dbase:

Novell befindet OS/2 für netztauglich

MÜNCHEN/DÜSSELDORF (CW) - Novell hat sich zu OS/2 bekannt. Vertriebsmann Reinhard Schüller sagte auf einem Symposium für Netzwerktechnologie in München: "Wir können es uns nicht leisten, OS/2 nicht zu unterstützen." Ferner kündigte Novell die Produktreihe Netware SNA Gateway sowie den Dbase Language Support für Netware SQL an.

Schüller wies in seinem Vortrag darauf hin, es werde noch eine Weile dauern, bis ausreichend OS/2-Applikationen auf dem Markt seien und Novell eine non-dedicated Netware für File Server liefern könne, erst ab Mitte nächsten Jahres sei damit zu rechnen. Daß Novell in seiner Produktpalette auch OS/2 abdecken würde, war aus marktpolitischen Gründen zu erwarten und ist bereits Realität. Denn mit dem Netware-Requester hat das Unternehmen für OS/2-User schon eine Brücke zu Novell-Netzen geschlagen (siehe COMPUTERWOCHE Nr. 50, Seite 16).

Nachteilige Folgen für den Anwender wird die Anpassung von Netware auf OS/2 Novell zufolge nicht haben. Schüller: "Wir haben die Möglichkeit, OS/2 mit unserem Konzept in File Server aufzunehmen, ohne daß der Anwender etwas ändern muß." Seiner Meinung nach bietet Netware V.2.1 schon heute die Gelegenheit zum schrittweisen Einstieg in OS/2. Außerdem seien unter Netware alle Netzwerkdienste in OS/2 realisierbar, keine Änderung der Netzarchitektur nötig sowie die zusätzlichen Leistungsmerkmale, die OS/2 gegenüber MS-DOS auszeichnen, voll nutzbar.

Als Vorteile führt Novell den größeren Adreßbereich, die Multitaskingfähigkeit, den Protected Mode, das Konzept zur Interprozeß-Kommunikation sowie die neue Benutzeroberfläche an.

Zwar sei, so Schüller, in puncto Benutzeroberfläche einiges von Macintosh und Amiga abgeschaut worden, doch letztlich besteche OS/2 durch das Multitasking und die Fähigkeit, die Leistung der Hardware besser auszunützen. Schüllers Fazit: "OS/2 wertet LANs auf."

Neben OS/2 wendet sich Novell auch verstärkt den SNA- und Dbase-Nutzern zu. Das Unternehmen gab dieser Tage sowohl die Freigabe der Produktlinie Netware SNA Gateway für den Markt als auch ein Entwicklungs- und Vertriebsabkommen mit Wordtech Systems bekannt.

Die Produktlinie SNA Gateway besteht aus zwei Gateways sowie der Workstation Netware 3270 LAN. Durch das SNA-Gateway können laut Novell bis zu 97 Workstations, die in einem LAN verbunden sind, mit einem IBM- oder IBM-kompatiblen SNA-Host kommunizieren. Als Connectivity-Optionen gibt Novell Token- Ring, Remote und Remote Assist, Koax-Multiplexer und Koax-Anschluß an. Das zweite Gateway der Reihe, SNA ELS, weist die gleichen Eigenschaften wie das Gateway SNA auf, ist aber nur für Systeme mit Remote- oder Koax-Verbindungen geeignet.

Bestandteile des SNA Gateways sind Tools zur Fehlererkennung sowie ein Selbsttest, der Fehler zwischen Gateway und LAN-Arbeitsplatz isoliert.

Zur Produktreihe gehört außerdem die Workstation LAN 3270, die die PC-Terminalemulation realisiert. Zusätzlich dazu kommuniziert Netware 3270 über das Protokoll SPX oder Netbios mit dem Gateway.

Vorteile aus dem Abkommen zwischen Novell und Wordtech Systems sollen Netware SQL-User und Dbase-Entwickler schlagen. Der Vertrag sieht vor, daß Wordtech den Dbase Language Support für Netware SQL vorantreibt und Versionen von dBXL- und Quicksilver-Produkten, die zu Netware SQL kompatibel sind, entwickelt und vermarktet.

Anwender könnten dann Dbase-Programme mit der Software von Novell nutzen und Entwickler die Funktionalität von SQL in ihrer Programmierumgebung einsetzen.