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24.09.2004 - 

Brainshare: Schützenhilfe von Partnern

Novell bläst zur Linux-Offensive

BARCELONA (CW) - Ganz im Zeichen von Linux stand die diesjährige Novell-Entwicklerkonferenz Brainshare in Barcelona. So gingen die Netzwerker in Sachen Linux etliche neue Partnerschaften ein. Für November stellte das Unternehmen eine erste öffentliche Betaversion des Open Enterprise Server in Aussicht. Viele Branchenkenner sehen in dem System den Nachfolger der klassischen Netware.

Für Novell war die europäische Brainshare eine willkommene Plattform, die eigene Linux-Strategie auch den Anwendern in der alten Welt vorzustellen. Sie unterscheidet sich zwar nicht großartig von den White Papers, welche die Company im März auf der amerikanischen Brainshare veröffentlichte, allerdings kann Novell mittlerweile seine Strategie mit konkreten Partnerschaften und Produkten untermauern.

So hat Novell mit Bull, IBM, Intershop, Scali, der Software AG und Tarantella wichtige Partner in Sachen Linux gewonnen. Während Unternehmen wie Intershop oder die Software AG ihre Produkte auf Suse Linux portieren beziehungsweise neue Lösungen entwickeln, öffnen andere ihre Partnerprogramme. Auf diese Weise weiten etwa Novell und IBM die Zusammenarbeit in Sachen Linux aus, während Bull dem Novell Partnernet Technology Program erst beitrat.

Scali testet Linux-Lösungen

Praktische Hilfe finden Linux-Anwender künftig bei Scali in Oslo. Im Auftrag von Novell betreibt man dort das High Performance Computing Centre of Excellence, das Kunden und ISVs beim Testen von Linux-Lösungen unterstützen soll. Ferner will Novell in Deutschland ein erstes "Porting und Migration Center" aufbauen, um für Anwender den Umstieg auf den Suse Linux Enterprise Server zu vereinfachen.

Ein Highlight auf der Brainshare, das die anderen Produktvorstellungen in den Schatten stellte, war die Ankündigung, dass der Open Enterprise Server ab November 2004 in den öffentlichen Betatest geht. Die Plattform wird von vielen Anwendern erwartet, da sie erstmals Netware und Suse Linux zusammenführt. Damit kann der Benutzer dann wählen, welchen Betriebssystem-Kernel er einsetzen will. Auf dem Kernel aufsetzend stehen ihm dann sowohl die Netzdienste der Novell Services zur Verfügung als auch die Applikationen der Linux-Welt. Zur Administration der Linux-Umgebungen dient das neue "Zenworks 6.6 Linux Management", das laut Novell auch unter Red Hat einsetzbar ist.

Eine Vereinfachung des Identity-Management verspricht Novell mit den "Virtual Directory Services und dem "E-Directory 8.8". Die Virtual Directory Services erlauben es Entwicklern, lokal gespeicherte Identitäten in bestehende unternehmensweite Verzeichnisse zu integrieren. Damit können nun Identitäten mit Anwendungen verknüpft werden, ohne dass zusätzliche Stand-alone Directories aufgebaut oder unternehmensweite Verzeichnisse geändert werden müssen. Das E-Directory soll verbesserte Installationsprozesse und eine höhere Leistung aufweisen, so dass die Verwendung von Millionen Identitäten möglich ist. (hi)