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12.04.2006

Novell erleichtert Linux-Entwicklung

Der Anbieter stellt die Betaversion von "Mono 1.2" und einen "Build Service" vor.

Novell hat das Betaprogramm von Mono 1.2 vorgestellt. Die künftige Version der Open-Source-Entwicklungsumgebung unterstützt Microsofts Windows.Forms und ermöglicht so, .NET-Client-Anwendungen einfacher auf Linux zu portieren. Verbreitert wurden die Plattform- und Hardwarebasis, verbessert wurde die Java-Unterstützung. Mono 1.2 bietet laut Novell außerdem höhere Performance und Stabilität sowie bessere Speicherverwaltung.

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www.computerwoche.de/go/

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Von .NET migrieren

Mono ist eine Open-Source-Implementation des .NET-Frameworks von Microsoft. Mit Mono können Entwickler in Unternehmen oder bei Independent Software Vendors (ISV) bestehende .NET-Anwendungen auf Linux migrieren sowie neue Linux- und Plattform-übergreifende Anwendungen entwickeln. Softwarehersteller und Entwickler, die bisher Microsoft-Tools eingesetzt haben, können auf der Basis ihrer Microsoft-Fertigkeiten das Mono-Framework verwenden, um ihre .NET-Server- und Desktop-Anwendungen dem wachsenden Linux-Markt zur Verfügung zu stellen. Mono bietet Unterstützung für die Windows.Forms-API, den Teil des .NET-Entwicklungs-Frameworks für die Benutzeroberfläche.

Die Betaversion ist kompatibel mit .NET 1.1 und 2.0, sie unterstützt die Version 1.1 voll sowie die Version 2.0 teilweise. Das Mono-Framework verträgt sich mit einer Vielzahl von Plattformen, darunter Linux, Mac OS X, Solaris, BSD und Windows. Zu den umfangreichen Hardware-Optionen zählen x86, AMD 64, IA-64 (Itanium 2), EMT 64, Power PC, ARM, s390 und S390x, Sparc und Sparc v9. Unter www.mono-project.com können Entwickler das Mono-Framework herunterladen und ihre Erfahrungen mit der Betaversion mitteilen.

Darüber hinaus hat Novell ein "Linux Build Service Framework" angekündigt, das die Erstellung von Linux-Paketen für Suse Linux und andere Distributionen vereinfachen soll. Der neue Build Service wird außerdem die Entwicklungsplattform für zukünftige Suse-Linux-Distributionen bilden. Mit der finalen Version des Build Service werden Linux-Entwickler aus der Community erstmals die Möglichkeit erhalten, ausführbare Linux-Pakete von Quellcode aus der Community zu erzeugen, der auf einer beliebigen Linux-Distribution laufen kann.

Build noch nicht komplett

Eine Vorabversion von Open- Suse Build Service ist auf der Web-Seite der gleichnamigen, von Novell geförderten Community verfügbar. Der komplette Build Service wird im Lauf des Jahres 2006 schrittweise aufgebaut. Er besteht aus einem Server-Backend und einem Client-Frontend. Das Server-Backend beinhaltet die Quellen, die Build-Infrastruktur, Paket-Download und Mirroring-Tools sowie die Kommunikationsinfrastruktur. Das Client-Frontend ent- hält die Tools und Schnittstellen, die benötigt werden, um Pakete aus Quellcode zu verwalten und zu bauen, einschließlich Kommandozeile und Web-Interface. Zahlreiche Server- und alle Client-Komponenten sind Open-Source-Tools mit einer offenen Programmierschnittstelle, so dass sie sich einfach mit bestehenden Build-Tools integrieren lassen.

Zurzeit ist der OpenSuse Build Service ausschließlich für einen kleinen Kreis von Testern zugänglich, die ihn für die Community prüfen und Fehler melden. Geplant ist, im Laufe des zweiten Quartals 2006 weiteren Entwicklern Zugang zu den wichtigsten Suse-Linux-Paketen zu gewähren. Unbeschränkter öffentlicher Zugang zu dem Build Service ist noch im Jahr 2006 vorgesehen. (ls)