Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

14.08.1998 - 

Digitale Zertifikate unternehmensintern nutzen

Novell erweitert Netware 5.0 um neue Sicherheitsfunktionen

Digitale Zertifikate finden normalerweise im Internet Verwendung. Von neutralen Anbietern ausgestellt, dienen sie zur Verschlüsselung von Nachrichten nach einem asymmetrischen Verfahren. Dieses geht jeweils von einem öffentlichen und einem nichtöffentlichen Schlüsselpaar aus, mit denen Informationen codiert beziehungsweise decodiert werden.

Eigenen Aussagen zufolge will Novell in die demnächst erscheinende Version 5.0 von Netware derartige Sicherheits-Features integrieren. Die Public Key Infrastructure Services (PKIS) sollen den Standard Lightweight Directory Access Protocol (LDAP) unterstützen und in Verschlüsselungstechnologie nach dem Standard Secure Sockets Layer 3 eingebettet sein. Anwender können somit in ihren Netzen digitale Zertifikate einsetzen, ohne auf die Dienste von Drittherstellern zurückgreifen zu müssen. Wegen der Verbindung zu dem Verzeichnisdienst Novell Directory Services (NDS) entfalle die Notwendigkeit, zu Kontrollzwecken eine gesonderte Datenbank mit digitalen Zertifikaten zu verwalten.

Das Unternehmen hat aber auch Zukunftspläne. So arbeitet die Networking-Company an einer Java-basierten Bedienoberfläche, die auf die Dienste der NDS zurückgreift. "Nettop" soll vollständig orts-, geräte- und plattformunabhängig sein. Laut einem Dokument auf Novells Web-Seiten ist es das Ziel, Anwendern universellen Zugriff auf persönliche, gemeinsame oder öffentliche Informationen über verschiedene Geräte, Kontexte und Orte hinweg zu geben.

Das hinter Nettop stehende Konzept weist Ähnlichkeiten zu Suns "Jini"-Projekt auf. Auch hier stehen die Integration vernetzter Geräte und der vereinfachte Zugriff auf Netzwerkdienste im Vordergrund (siehe CW 30/98, Seite 1). Tatsächlich haben beide Hersteller gemeinsam an Jini gearbeitet und überdies angegeben, Nettop sei als Ergänzung zu dem Sun-Projekt konzipiert worden. Ein Sun-Sprecher hält es für möglich, daß Nettop für den Anwender als Bedienoberfläche der Jini-Software Verwendung findet. Wann dies der Fall sein wird beziehungsweise wann Nettop Marktreife erlangt, steht derzeit jedoch noch in den Sternen.