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04.07.2003 - 

Netware-Dienste für Red-Hat- und Suse-Server

Novell löst Linux-Versprechen ein

MÜNCHEN (CW) - Novell drückt bei seinen Linux-Plänen aufs Tempo. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen die "Novell Nterprise Linux Services 1.0" freigeben und damit einen Teil der Netware-Dienste auf dem Betriebssystem lauffähig machen.

Die Ankündigung Novells, voraussichtlich noch im Sommer parallel zur Präsentation von Netware 6.5 auch ein abgespecktes Linux-Paket seiner Networking-Software vorzustellen, kommt überraschend. Auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz "Brainshare", die im April in den USA stattfand, war davon noch keine Rede gewesen. Der Hersteller hatte damals zwar versprochen, Netware künftig auch auf die Linux-Plattform aufzusetzen, aber keine konkreten Zeitpläne genannt. In Salt Lake City hieß es damals, Novell betrachte Linux als Migrationspfad für Netware, weil Version 7 von Netware Services enthalten wird, die sowohl auf dem Linux- als auch dem Netware-Kernel laufen sollen. Da Netware 7 vermutlich erst in anderthalb Jahren auf den Markt kommt, hatten Beobachter frühestens zu diesem Zeitpunkt mit Linux-fähigen Netware-Diensten gerechnet.

Die Company aus Provo, Utah, scheint einen Teil ihrer Linux-Hausaufgaben aber bereits erledigt zu haben. Novell zufolge wird Nterprise Linux Services 1.0 rund 60 Prozent des Netware Services Stack abdecken und auf Red Hat Enterprise Linux sowie dem Suse Linux Enterprise Server einsatzfähig sein. Derzeit sollen 150 Anwender das Produkt testen.

Die erste Version der Netware-Services für Linux wird Anwendern integrierte File-, Print-, Messaging-, Directory- und Management-Services bieten. Konkret sind Novells "Edirectory" und "Dir XML" als Netz- und Identitätsdienste enthalten. Darüber hinaus werden die File-Services "iFolder", die Print-Services "iPrint", die Messaging-Services "Netmail" sowie Management Services "Zenworks for Servers" und "Extend Director" Bestandteile des ersten Pakets sein.

Novell-CEO Jack Messman bezeichnete die Bereitstellung von Netzdiensten für Linux als natürliche Erweiterung der plattformübergreifenden Strategie seines Unternehmens. Damit würden die bewährten Networking-Features von Novell für den rasch wachsenden Linux-Server-Markt erschlossen. John Enck, Analyst bei Gartner, räumt der Company gute Chancen ein, in diesem Segment Fuß zu fassen. Seine Begründung: Novell hat bessere Directory-, File- und Print-Services vorzuweisen als die Open-Source-Gemeinde.

Die Hardwarehersteller scheinen von der Linux-Initiative Novells jedenfalls überzeugt zu sein. Dell, Hewlett-Packard und IBM haben zugesichert, Novells Linux-Produkte auf ihren Servern zu installieren. Außerdem plant das Trio, mit dem Netzspezialisten bei Schulungen und Support zusammenzuarbeiten. (pg)