Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Anpassung der NDS an offene Management-Tools

Novell stimmt Intranetware auf natives TCP/IP ab

14.02.1997

Die Absicht Novells, noch 1997 eine Version von Intranetware mit native TCP/IP auf den Markt zu bringen, ist keine Überraschung. Das Management hatte dieses Vorhaben schon letztes Jahr angekündigt, blieb bislang aber genaue Angaben schuldig, wie der breiten installierten IPX-Basis künftig Rechnung getragen wird.

In Provo, Utah, scheint es jedenfalls beschlossene Sache zu sein, die Novell-Directory-, Sicherheits- sowie File- und Print-Services endgültig von ihrer festen IPX-Bindung zu befreien. Ziel der Company ist, Anwendern mit TCP/IP künftig nur noch ein standardisiertes Transportprotokoll zu liefern, das vom Desktop bis zum WAN alles abdeckt.

Wenn Novell - vermutlich im Herbst - eine Version von Intranetware mit nativem TCP/IP auf den Markt bringt, ist dies der letzte Schritt des Unternehmens, IPX-Nutzern den Zugriff auf TCP/IP-Ressourcen zu ermöglichen. Gegenwärtig können Administratoren TCP/IP bereits mit Hilfe entweder eines IPX/IP-Gateways oder von Netware IP in ihre Netze integrieren. Beide Stand-alone-Lösungen wurden in Intranetware implementiert.

Novell will nun, wie Produkt-Manager Samm Di Stasio sagte, das Management von TCP/IP-Umgebungen so einfach und komfortabel wie möglich gestalten. In diesem Punkt sei IPX dem offenen Standard noch überlegen. Zu diesem Zweck wird die Company die Novell Directory Services (NDS) auf TCP/IP-basierte Administrationswerkzeuge wie das Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) und den Domain Naming System (DNS) Server abstimmen. Diese Integration soll das Verwalten dynamischer IP-Adressen und langer Host-Namen vereinfachen.

Derzeit wird Intranetware mit DHCP- und DNS-Servern ausgeliefert. DHCP unterstützt dabei das Management von TCP/IP-Knoten, indem das Protokoll dynamische IP-Adressen bereitstellt und an Desktop-Rechner dirigiert. DNS regelt die Name Resolution zwischen Mainframes.

Im Moment erfolgt die Synchronisation zwischen den NDS und den DHCP- sowie DNS-Servern nur manuell. Die händische Eingabe soll jedoch mit einem Upgrade von Intranetware im Sommer hinfällig werden, weil dann die Server und NDS als einheitliches Repository fungieren. NDS wird dann das IP-basierte Service Location Protocol realisieren, das DHCP- und DNS-Servern ermöglicht, Änderungen der IP-Adressen sowie Host-Namen den NDS zu signalisieren. NDS seinerseits ist dann für die Verbreitung der Modifikationen im Netz verantwortlich.

TCP/IP wird native zunächst optional angeboten. Kunden sollen künftig bei Intranetware zwischen drei Lösungen wählen können: reines IPX, IPX in TCP/IP eingepackt oder natives TCP/IP.