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11.10.1991 - 

"Lite-Version" enthält keine Routing-Optionen

Novell strebt jetzt auch im Low-end-Markt die Spitze an

DÜSSELDORF (pg) - Nach Cola, Zigaretten und Bier gibt es jetzt auch Novells Netware in einer Lite-Version (Light). Der Marktführer in Sachen Netzwerk-Betriebssysteme kündigte für Oktober 1991 "Netware Lite" als Low-end-Produkt im Novell-Angebot an.

Novell drängt jetzt mit aller Macht auf den Low-end-Markt bei Netzwerk-Betriebssystemen. Obwohl Netware 2.2 - die seit Frühjahr 1991 erhältliche, zusammengefaßte Version von Netware ELS, Advanced Netware und Netware SFT - bislang als Einsteigerprodukt angepriesen wurde, wittert das Management in Provo im Marktsegment darunter offensichtlich noch ein lukratives Geschäft.

Erklärtes Ziel der Novell Manager ist jedenfalls, auch in diesem Bereich - den Mini-LANs - die Nummer eins zu werden. Zu diesem Zweck plant die Company sogar, die üblichen Vertriebswege zu lockern. Neben den autorisierten Fachhändlern sollen künftig auch Anbieter von Netzkarten Netware Lite mit ihren Produkten verkaufen und nicht-autorisierte Händler ebenfalls in die Verkaufsschiene integriert werden.

Mit dem Peer-to-peer System Netware Lite zielt Novell in erster Linie auf Kleinbetriebe und Arbeitsgruppen mit einfachen Anforderungen an das Netzwerk.

Das Produkt soll laut Hersteller Anwendern ermöglichen, durch eine preisgünstige Installation gemeinsam von DOS-PCs auf Ressourcen wie Applikationen, Dateien und Drucker zuzugreifen. Da Netware Lite auch unter den Netzwerk-Betriebssystemen Netware 2.2 und Netware 3.11 läuft, ist für Großanwender der Einsatz als kosten günstiges Subnetz ebenfalls denkbar.

Der Preis des Produkts, das ab Oktober in englischer Sprache und ab November als deutsche Version erhältlich sein wird, beträgt für jeden im Netz eingesetzten Rechner 199 Mark. Mit dem auf DOS basierenden Produkt (ab Version 3.x sowie DR D0S 6.0) können maximal 25 Arbeitsplätze vernetzt werden, wobei die Konfiguration der PCs sowohl als Server als auch Clients oder beides möglich ist. Netware Lite unterstützt die Protokolle IPX und Netbios, erlaubt pro Server bis zu 25 Shared Ressources und bietet zudem die Features verschlüsselte Paßwörter, flexible Druckeroptionen sowie Auto-reconnect.

Das "leichte" Novell-Produkt wird über ein Vollbildschirm-Menü bedient, mit dem die Benutzer Netzoperationen, wie die Verzeichnisanzeige auf einer gemeinsam genutzen Festplatte oder das Verschicken eines Druckauftrags an einen allgemein eingesetzten Drucker durchführen können. Die neue Software enthält jedoch keine Routing- und Bridging-Optionen, sondern ist auf ein Segment begrenzt.

Tools für die Netzverwaltung

Netware Lite beinhaltet laut Novell aber Tools, die dem Anwender die Netzverwaltung erleichtern sollen. Zu den Hilfsmitteln zählt der beschränkte Zugriff auf gemeinsame Ressourcen sowie deren Management und ein Benutzerkonto, über das sich die User nur einmal im Netz anmelden müssen.

Novell arbeitet eigenen Angaben zufolge auch mit freien Entwicklern und OEMs zusammen die integrierte Hard- und Softwarelösungen für Netware-Lite-Kunden bereitstellen werden. Erste Produkte sollen schon Ende 1991 auf den Markt kommen.