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07.03.1997 - 

Umsätze und Ertrag im ersten Quartal stabil

Novell will in Europa das Groupwise-Geschäft ankurbeln

Der Trend geht "eindeutig nach oben", kommentierte Richter, Vice-President Europa, die jüngsten Quartalszahlen seiner Company. Die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 1996/97 waren dem Novell-Manager zufolge das "beste Quartal für Server-Betriebssysteme in der Geschichte des Unternehmens". In der aktuellen Vierteljahresbilanz (Ende: 31. Januar 1997) weist Novell einen Umsatz von 375 Millionen Dollar und einen Nettoertrag von 51 Millionen Dollar oder 15 Cent pro Anteilsschein aus. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte der Netzwerkspezialist bei Einnahmen von 438 Millionen Dollar einen Gewinn nach Steuern von 64 Millionen Dollar beziehungsweise 17 Cent je Aktie erzielt.

Das Kerngeschäft des Unternehmens, also Server- beziehungsweise Netzwerk-Betriebssysteme, trug mit 251 Millionen Dollar zu den Einnahmen bei. 185 Millionen Dollar Umsatz wurden allein mit Intranetware - einem Bundle von Netware 4.11 mit Web-Technologien - erzielt. Sowohl Richter als auch der mit ihm für das Novell-Geschäft in Zentral- und Osteuropa, Mittlerer Osten und Südafrika zuständige Vice-President Söhngen werteten dies als Beleg für die nach wie vor starke Position ihrer Company.

Das von vielen Experten bereits geläutete Sterbeglöckchen sei daher nicht angebracht gewesen. Man sei mit einer Nettorendite nach Steuern von 14 Prozent und rund 1,1 Milliarden Dollar flüssigen Mitteln nach wie vor eine "hochprofitable Company". Söhngen wörtlich: "Totgesagte leben länger."

Offene Flanken wurden erkannt und geschlossen

Gleichzeitig bestätigten die beiden Novell-Verantwortlichen, daß es innerhalb des Unternehmens in den zurückliegenden Monaten enormen Handlungsbedarf gegeben habe. Die Konsolidierung unter dem Frankenberg-Nachfolger Joe Marengi trage jedoch erste Früchte. Noch existierende "offene Flanken" in puncto strategischer Ausrichtung sind, wie Söhngen betonte, erkannt und deren Beseitigung in Angriff genommen worden. Der frühere Lotus-Manager nannte in diesem Zusammenhang vor allem den Bereich der Small Offices - ein Marktsegment, das nun mit der erst im Februar vorgestellten Lite-Version von Intranetware, "Intranetware for Small Business" (ISB), bedient werden soll.

Mehr als ehrgeizig sind Richter und Söhngen zufolge die Pläne in Sachen Groupwise. Das E-Mail-Produkt, das sich bisher in Europa - anders als in den USA und Großbritannien - äußerst schlecht verkaufen ließ, soll durch entsprechende Marketing-Maßnahmen, insbesondere aber durch das Bundling mit Intranetware, für bessere Umsätze sorgen. Ziel im Business-Plan für Europa sei ein Wachstum der Groupwise-Verkäufe um 100 Prozent, hieß es.