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16.07.1999 - 

Directory Services für Switches, Management und Chips

Novells Partner stehen zu ihrem Bekenntnis zu Verzeichnisdiensten

OREM (IDG) - Novells Idee, mit einer breiten Unterstützung durch Partner die Novell Directory Services (NDS) als De-facto-Standard zu etablieren, scheinen aufzugehen. So nehmen die Pläne der Partner konkrete Formen an, erste Produkte kommen auf den Markt.

Was nutzt ein mächtiger Verzeichnisdienst ohne Services? Mit dieser Frage sah sich Novell in bezug auf seine NDS konfrontiert. Vor rund einem Jahr machte sich das Unternehmen dann folgerichtig auf die Suche nach Partnern, die den NDS einen Mehrwert verleihen sollten. Mit Lucent, Nortel Networks, Cable- tron, IBM, Oracle, Texas Instruments, Dell, Compaq, AT&T und anderen Unternehmen fanden die Netzwerker eine illustre Schar an NDS-Fans.

Die erfolgreiche Partnersuche trübten bislang lediglich zwei Punkte: Networking-Gigant Cisco zeigte den NDS die kalte Schulter, und die Unterstützung der Partner wurde von manchem Analysten als Lippenbekenntnis abgetan. Beide Probleme sind nun zur Zufriedenheit Novells gelöst. So hat Cisco endlich offiziell die Bereitschaft bekundet, die NDS so zu unterstützen, daß sich die eigenen Produkte problemlos in den Verzeichnisdienst integrieren lassen. Allerdings wird Cisco, das bislang ausschließlich auf die Active Directory Services von Microsoft baute, die NDS im Gegensatz zu zahlreichen ande- ren Unternehmen nicht in Lizenz nehmen.

Lucent setzt auf die NDS

Von den NDS-Partnern ist Lucent mit der Integration des Verzeichnisdienstes am weitesten. Das Unternehmen, das als einer der ersten großen Netzhersteller einen NDS-Vertrag unterzeichnete, will bereits im Herbst mit "Realnet Rules" einen Policy-Server ausliefern, der seine Informationen in den NDS speichert. Ferner arbeitet Lucent an der NDS-Implementierung in die hauseigene Cajun-Switching-Familie sowie in die WAN-Switches. Des weiteren spielt Novells Verzeichnisdienst in Lucents Plänen zur Sprach-Daten-Integration eine wichtige Rolle. So ist die Einbindung in die Switch-Baureihe "Definity Enterprise Voice Switching" geplant. Dabei sollen Objekte wie User-Name, Applika- tionsbezeichnung und Policy-Regeln im Verzeichnis abgelegt werden, so daß verschiedene Netzgeräte sie nutzen können. Darüber hinaus hofft Lucent, mit Hilfe der NDS die Administration der Netze zu vereinfachen. So liefert das Unternehmen mit dem "QIP IP Address Manager" ein Tool aus, mit dem sich TCP-IP-Netzadressen über die NDS administrieren lassen.

Ebenfalls auf die NDS in Sachen Netz-Management vertraut Nortel Networks. Das Unternehmen bündelt den Verzeichnisdienst mit seiner Management-Applikations-Suite "Optivity". Auf die Verbindung von Verzeichnisdiensten und Management setzen auch IBM und Cabletron. So will IBM die NDS in Tivoli zur Softwaredistribution verwenden. Cabletron plant die Integration in die "Spectrum"-Plattform, gibt sich aber bezüglich eines Liefertermins noch bedeckt.

Konkreter ist dagegen Texas Instruments (TI). Die Chipschmiede entwickelte ein Software-Development-Kit, um die hauseigenen Prozessoren über die NDS anzusteuern. Im TI-Szenario dienen die NDS dann zur Verwaltung von tragbaren Endgeräten wie Handies oder Handheld-Computern. Oblix dagegen nutzt die NDS, um dort Informationen aus Intranets und Extranets zu speichern.