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16.11.1984 - 

Geschäftliche Kommunikation unter den Fittichen von Johannes Rau

NRW: mbp leitet Digicom-Projekt

DÜSSELDORF (kul) - Auf den Ausbau der digitalen Kommunikationstechnik für die geschäftliche Kommunikation setzt auch der Mathematische Beratungs- und Programmierungsdienst (mbp), Dortmund. Dieser Zielsetzung ist das Pilotprojekt "Digicom", für das der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Johannes Rau die Schirmherrschaft übernommen hat, verpflichtet.

Als Zielgruppe für das Projekt will mbp vor allem Management und gehobene Sachbearbeiter ansprechen. Unter Leitung der Dortmunder werden zunächst in drei Unternehmen aus Dienstleistung und Industrie digitale Geschäftskommunikationstechniken erprobt. Dabei haben die Software-Experten vor allem den Erfahrungsaustausch zwischen den Pilotanwendern auf ihr Panier geschrieben.

Bei "Digicom", so war jetzt anläßlich eines Presseforums in Düsseldorf zu hören, stehen die unterschiedlichen Informationsträger wie Text, Daten, Bild und Sprache gleichwertig nebeneinander. Ein integriertes Bürokommunikationssystem könne sich nur auf Basis der vorhandenen Informationsstruktur in den Unternehmen entwickeln, Voraussetzung dafür sei, daß neuartige Bürokommunikationssysteme nicht zu technischen und organisatorischen Insellösungen werden. Vielmehr komme einer Integration in bestehende und unternehmensinterne Abläufe entscheidende Bedeutung zu.

Effizienten Einsatz von Techniken im Bürobereich sieht mbp in engem Zusammenhang mit dem betrieblichen Nachrichtenfluß. Die erfolgreiche Einführung neuer Kommunikationstechniken hänge entscheidend von der unmittelbaren Zuordnung geeigneter Verfahren zu den jeweiligen Aufgabenträgern ab. mbp erwartet, daß durch den systematischen Einsatz geeigneter neuer Techniken allein in Nordrhein-Westfalen 20 Milliarden Mark pro Jahr eingespart werden können.

Das Hauptgewicht bei der Ausgestaltung des unternehmensinternen Kommunikationsnetzes möchten die Dortmunder nicht unbedingt auf solche "technische Errungenschaften" wie beispielsweise Local Area Networks legen. Wichtig sei vielmehr, aus der von der Deutschen Bundespost vorgegebenen Telekommunikations-Infrastruktur die künftigen unternehmensspezifischen Kommunikationskonzepte zu entwickeln. Eine tragende Rolle komme dann den digitalen Nebenstellenanlagen zu, jedoch müsse eine weitgehende Integration dieser Systeme in bestehende Bürokommunikationsprojekte gegeben sein.