Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

30.07.1999 - 

IDC-Prognose für das Backend

NT-Server sind Unix dicht auf den Fersen

MÜNCHEN (CW) - An der Vormachtstellung der Unix-Derivate als Betriebssystem für Applikations-Server soll sich bis zum Jahr 2003 nichts ändern. Allerdings, so die jüngsten Prognosen der Marktforscher von IDC, wird Windows NT bis dahin eine erfolgreiche Aufholjagd hingelegt haben.

Das derzeit enorme Wachstum von NT wird den Server-Markt sehr stark unter Druck setzen und zu bislang noch unvorhersagbaren Reaktionen bei Anwendern und Herstellern führen, beschreibt IDCs Server-Spezialist Vernon Turner die erwarteten Backend-Veränderungen der kommenden fünf Jahre. Nach den bisherigen Erkenntnissen geht IDC davon aus, daß der weltweite Server-Markt von 65 Milliarden Dollar (1998) auf 89 Milliarden Dollar (2003) wächst und damit einen Gesamtumsatz in diesem Zeitraum von nahezu 500 Milliarden Dollar verspricht.

Den Analysten zufolge wird der Anteil von Unix im Jahr 2003 etwa 41 Prozent oder 37 Milliarden Dollar betragen. Windows NT, dessen durchschnittliche Wachstumsrate 25 Prozent erreicht, kommt dann auf knapp 27 Milliarden Dollar (rund 30 Prozent Marktanteil). Andere Betriebssystem-Umgebungen wie Linux, OS/400 und OS/390 werden zusammengenommen ungefähr den gleichen Anteil ausmachen. Diese Zahl ist um so beachtlicher, wenn man bedenkt, daß die NT-Server-Verkäufe im vergangenen Jahr noch vergleichsweise gering bei neun Milliarden Dollar (13,8 Prozent) gelegen haben.

Welche Probleme es bereitet, angesichts des schnellebigen IT-Markts Prognosen für die kommenden fünf Jahre aufzustellen, erkennt man daran, daß IDC keine Angaben zur Linux-Entwicklung wagt. Unklar ist auch, welche Auswirkungen das IBM-SCO-Projekt "Monterey" mit seinem 64-Bit-Unix haben wird. Die Experten sind sich allerdings darin einig, daß Unix in Kombination mit Linux die Marktführung noch auf lange Sicht gegen Windows NT verteidigen wird.

Anders dagegen präsentiert sich das Workstation-Segment, wo NT das Unix-Lager bereits im vergangenen Jahr ausgebootet hat. IDC geht davon aus, daß NT hier bis 2003 um durchschnittlich 20 Prozent pro Jahr wachsen wird, während sich die Unix-Verkäufe auf ein Plus von rund zehn Prozent einpendeln dürften. Konkret schätzt IDC 6,19 Milliarden Dollar Umsatz bei den NT-Workstations im nächsten Jahr, während Unix nur 6,07 Milliarden Dollar erreicht.