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24.04.1998 - 

Im Test: Hydra und Citrix unter dem Microsoft-Betriebssystem

NT versucht sich als Multiuser-Server

Der Vorteil des Multiuser-Betriebs liegt auf der Hand. Die Anwendungssoftware braucht nur einmal auf dem Server installiert und dort gewartet zu werden. Der Zugriff der Anwender darauf ist kontrolliert. Systemadministratoren schaffen sich auf diese Weise den bisher üblichen Ärger mit Updates und mit den verschiedenen Benutzer-PCs vom Hals. Hinzu kommt, daß die Unternehmen Geld sparen können, weil sie am Client nicht ständig aufrüsten müssen, um den Ressourcenhunger neuer Programm-Releases stillen zu können. Schließlich haben sich im Test Geschwindigkeitssteige- rungen herausgestellt. So lief der Netscape-Browser "Communicator" als NT-Client um 20 Prozent schneller als im Stand-alone-Betrieb auf einem mit 200 Megahertz getakteten Macintosh-Rechner.

Eingesetzt wurde WTS, besser bekannt unter der Codebezeichnung "Hydra", zusammen mit der "Picasso"-Software von Citrix. Erst sie ermöglicht es, neben Windows-PCs auch Terminals, Unix-, DOS-, OS/2- und Mac-Systeme oder NCs als Clients zu verwenden. Als Server wurde ein Pen- tium-System von Intel mit 64 MB Hauptspeicher verwendet.

Citrix und Microsoft empfehlen 8 MB pro User, für eine akzeptable Leistung ist jedoch ein Vielfaches davon erforderlich. Da jedem angeschlossenen System ein bestimmter Speicherbereich zugewiesen wird, hängt die Anzahl der verwaltbaren Systeme von der Größe des Hauptspeichers am Server ab.

Die Server-Installation von Hydra und Picasso machte keine Probleme. Die verwendeten Thin-Windows-Clients von Tektronix verlangten nach einer zusätzlichen Server-Software. Da die Geräte kein Laufwerk besitzen, müssen sie vom Server aus hochgefahren werden. Mit dem Citrix-Server gelang das einwandfrei.

Das Management ist manchmal umständlich

Schwieriger gestaltete sich die Installation der Anwendungen. So benutzt MS-Office individuelle Verzeichnisse am Desktop, die nun als Server-Verzeichnisse unter WTS eingerichtet werden müssen. Es geht im Grunde darum, den Anwendungen vorzugaukeln, daß sie allein am Server laufen, obwohl sie von den Clients aus bedient werden.

Nach dem unproblematischen Laden der Client-Komponenten von Hydra und Picasso begann der eigentliche Test. Die "Computerworld" verwendete dafür Web-Browser und Büroprogramme. Abgesehen von gelegentlichen Fehlermeldungen, deren Ursache sich allerdings nicht klären ließ, waren alle Anwendungen verwendbar.

Unterschiede zwischen Picasso und WTS machten sich bei der Vergabe von Nutzerrechten bemerkbar. Um den Anwendern unter WTS bestimmte Programme zuzuweisen, muß der Administrator für jeden Client einzeln den gesamten Pfad angeben. Bei der Citrix-Software reicht die Angabe der Programmbezeichnung.

Insgesamt erschien den Testern der Aufwand, die Anwendungen am Server zu verwalten, als ausgesprochen hoch. Bei einer modernen PC-Ausstattung ist daher die Alternative mit Softwareverteilungs-Werkzeugen überlegenswert. Bei älteren, leistungsschwachen Systemen lohnt sich die Mühe durchaus. Wer unterschiedliche Systeme oder Java-NCs einsetzen möchte, kommt um die WTS-Ergänzung Picasso nicht herum.