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15.01.1999 - 

NT-Workstations mit hoher Grafik-Performance

NT-Workstations mit hoher Grafik-Performance Silicon Graphics steigt in den Windows-NT-Markt ein

MÜNCHEN (CW) - Silicon Graphics Inc. (SGI) folgt dem Trend der Zeit und bringt eine neue Produktlinie grafischer Arbeitsplatzrechner mit Windows NT heraus. Kern der neuen "Visual Workstations" ist SGIs eigenes Chipset für grafische Höchstleistungen.

Eigentlich hätten die NT-Rechner bereits im August 1998 herauskommen sollen. Doch technische Probleme verschoben die Auslieferung. Jetzt ist zumindest eines der beiden Systeme, die "Silicon Graphics 320 Visual Workstation", auf dem Markt, und bis Mitte des Jahres soll der große Bruder "Visual Workstation 540" folgen (siehe CW Nr. 52/97, Seite 29).

Wesentliches Unterscheidungsmerkmal der SGI-Stationen von den Mitbewerbern ist das eigene Chipset. Anstatt Grafikkarte und A/V- Komponenten an standardisierte Bussysteme PCI (133 MB/s) oder AGP 2x (512 MB/s) anzubinden, integriert SGI sämtliche Grafik- und Multimedia-Funktionen direkt in das eigene "Cobalt"-Chipset und erreicht damit eine Bandbreite von 3,2 GB/s. Der Hersteller bezeichnet seine Architektur als "Integrated Visual Computing" (IVC). Die Grafikkarte besitzt keinen eigenen Speicher, sondern greift direkt auf das PC-RAM zu. Der für die Grafikausgabe reservierte Speicher ist einstellbar und kann je nach Anwendung bis zu 80 Prozent des Hauptspeichers beanspruchen.

Auch alle anderen Multimedia-Komponenten (Audio/Video) sind direkt an das Chipset und an einen schnellen I/O-Bus (1,6 GB/s) angebunden. Somit können die Visual Workstations zwei unkomprimierte Videoströme parallel verarbeiten.

Das Modell 320 arbeitet mit 350 bis 450 Megahertz getakteten Pentium-II-Prozessoren und ist Dual-Prozessor-fähig. Als Massenspeicher steht eine Auswahl diverser ATA- oder Ultra-SCSI- Laufwerke zur Verfügung. SGI bietet eine Reihe vorgefertigter Ausstattungen für Einsatzgebiete wie CAD, Videobearbeitung oder Desktop Publishing an. Die Preise der 320er Systeme liegen zwischen 7300 und knapp 16500 Mark. Die Visual Workstation 540 kann mit bis zu vier Xeon-Prozessoren aufgerüstet werden. Auch dieses Modell wird in verschiedenen Ausstattungen angeboten und kostet ab etwa 11000 Mark. Allen Workstations liegt neben dem angepaßten NT-Betriebssystem eine Software-Suite für die Netzanbindung in heterogenen Umgebungen bei.

Als dritte Neuerung hat SGI ein neues Flat-Panel-Display für die Visual Workstations vorgestellt, das auch an anderen Rechnern betrieben werden kann. Das TFT-LC-Display "Silicon Graphics 1600SW" bietet eine Auflösung von 1600 auf 1024 Bildpunkte (Verhältnis 16:10) bei einer sichtbaren Bilddiagonalen von 17,3 Zoll. Der Monitor wird über das digitale Interface Open-LDI angesteuert. Der Flachbildschirm kostet 5700 Mark.

Für die neuen Visual Workstations bietet SGI ein neues Service- und Vetriebskonzept. Der Verkauf erfolgt über Partnerfirmen und Systemhäuser. Der Hersteller bietet einen eingeschränkten Vor-Ort- Service für drei Jahre. Zudem gibt es erweiterte kostenpflichtige Support-Angebote für kürzere Reaktionszeiten oder Vor-Ort- Einrichtung der Systeme.