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26.08.1988

Nullsummenspiel

26.08.1988

Das Computergeschäft wird für die Anbieter immer mehr zum Nullsummenspiel: Wachstum ist nur noch auf Kosten der Mitbewerber möglich. Aktuelle Beispiele dafür, daß der Markt keine Fehler verzeiht: Prime Computer und Convergent Technologies.

Das Prime-Management ist ratlos. Man hatte sich - in weiser Voraussicht(?) - auf die CAD/CAM-Nische konzentriert. Durch die Übernahme von Computervision sollte die Marktführer-Position in diesem Bereich gestärkt werden. Jetzt mußte eine weltweite Einstellungssperre verhängt werden. Ein neues Produkt für den Markt der Minisupercomputer wurde zurückgezogen. Die Prime-Zukunft ist ungewiß.

Anders liegen die Dinge bei Convergent Technologies: Als OEM-Lieferant hatte sich der amerikanische Workstation-Highflyer ganz der Unix-Idee verschrieben, dabei aber gegen die Regel verstoßen, sich nicht von einem Großabnehmer - in diesem Falle AT&T - abhängig zu machen. Die weitere Entwicklung ist bekannt: Als der US-Telefonriese kalte Füße bekam, ging der CT-Umsatz schlagartig um die Hälfte zurück, und die OEM-Firma rutschte in die roten Zahlen. Mit dem Übernahme-Angebot durch den Generalisten Unisys wurde jetzt von außen ein vorläufiger Schlußpunkt gesetzt.

Bis vor kurzem wären beide Ereignisse geeignet gewesen, die Anwender zu verunsichern, hätten schadenfrohe Konkurrenten damit hausieren gehen können, daß es eben enorm wichtig sei, den "richtigen" DV-Lieferanten zu whlen. Neu: Heute demonstrieren Anwender Tag für Tag, wie man trotz Shake-out-Gerüttel auf der "sicheren" Seite stehen kann.

Aber was macht den Unterschied zu früher aus? Kommt es nicht mehr auf die Kontinuität im Hersteller-Lager an? Nun, wenn das Rechner-Angebot auf Unix basiert, fällt ein Flop aus Kundensicht eben nicht mehr so sehr ins Gewicht. Hat man eine portable Softwarelösung gewählt, so kann man bei der Hardware eigentlich nichts mehr falsch machen. So wird die DV-Planung für den Anwender dank Unix zum Mehrsummenspiel. Sorry, Prime! Sorry, Convergent Technologies!