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25.09.1998 - 

Defizite von Visual Studio 6.0 ausmerzen

Numega testet Microsoft-Code

Numega wurde Ende des vergangenen Jahres von Compuware übernommen, einem Unternehmen, das sich bis dato mit Entwicklungs- und Testing-Software im Mainframe- und Client-Server-Umfeld einen Namen gemacht hat. Durch die Übernahme von Numega können nun auch Werkzeuge für die Windows-Entwicklung angeboten werden.

Aus Sicht von Analysten ist dies einer gelungener Schachzug, um auch in Zukunft wachsen zu können. Im abgelaufenen Quartal setzte das Unternehmen mit Hauptsitz in Farmington Hills, Michigan, rund 50 Prozent mehr um als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auf 338 Millionen Dollar beliefen sich die Einnahmen, der Gewinn lag bei 58,8 Millionen.

Gleichzeitig werfen Analysten der Meta Group der Softwareschmiede allerdings vor, daß sie die derzeitige Situation vieler Anwender ausnutze: Viele Betriebe kämpften mit der Umstellung auf das Jahr 2000 und der Euro-Einführung, und Compuware habe als Anbieter entsprechender Analyse-Tools drastisch die Preise erhöht. Einer Umfrage der Auguren bei Mainframe-Anwendern zufolge, stieg das Unternehmen damit in der Bewertung "Unpopulärster Anbieter im Bereich OS/390-Werkzeuge" auf Platz eins auf - vor Computer Associates.

Mit Numega hat Compuware laut IDC nun die Nummer zwei im Bereich Diagnosewerkzeuge im Windows-Umfeld geschluckt. Das Devpartner Studio 6.0 soll sich nahtlos in Microsofts Entwicklungsumgebung Visual Studio 6.0 einfügen. Der Aufwand für Fehlersuche bei der Entwicklung von Anwendungen mit "Visual Basic 6.0", "Visual C++" und Visual J++" kann somit um die Hälfte reduziert werden, verspricht Dan Fergus, Technical Consultant bei Numga. Zu den Leistungsmerkmalen der Test-Suite gehören die Jahr-2000-Fehlererkennung, Unterstützung für COM-Debugging sowie Thread-Analysen für Java (siehe dazu Kasten "Test-Module"). Der Preis einer Einplatzlizenz beträgt 1989 Mark. Weitere Informationen sind unter numega_germanyde.compuware.com erhältlich.

Test-Module

Numega Devpartner Studio 6.0 enthält folgende Einzelbausteine:

Code Review 6.0 - Die Komponente untersucht Visual-Basic-Code Zeile für Zeile und erkennt dabei durch Abgleich mit einer Wissensdatenbank mögliche Fehler oder Performance-Probleme.

Smart Check 6.0 - Ein Laufzeit-Debugger für Visual-Basic-Komponenten und -Applikationen, der vage Fehlermeldungen von Visual Basic präzisieren soll.

Bounds Check 6.0 Visual C++ Edition - Es prüft zur Laufzeit über 8000 API-Aufrufe, darunter die aktuellsten Win-32-, Winsock-, und Active-X-APIs.

Jcheck - Das Tool erzeugt von jedem Java-Programm ein grafisches Modell und liefert Informationen über Threads, Events und Synchronisationsobjekte.

Soft Ice 3.23 - Ein Debugger für Windows NT, 95 und 98, der systemweit Informationen ausliest.

True Time 1.11 - Mit dem Tool soll sich der CPU-Verbrauch durch Applikationen oder einzelner Komponenten, die auch verteilt sein können, messen lassen. Engpässe in eigenentwickelten und Komponenten von Drittanbietern lassen sich damit ermitteln.

Fail Safe 5.2 - Die Komponente versieht jede Funktion und Prozedur mir einem automatisch erstellten Fehlerbericht. Er fängt Programmfehler ab und liefert dem Entwickler eine Dokumentation des Umfelds, in dem der Fehler auftrat.