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10.03.2015 - 

Der CP-Querschläger – Kolumne

Nur Bares ist Wahres!

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Der Staat möchte uns die 500-Euro-Scheine wegnehmen und alle Zahlungen über 5.000 Euro nur noch bargeldlos zulassen. Was unser Kolumnist dazu meint.

Manche Dinge werden aus Bequemlichkeit zum Erfolgsmodell, andere weil sie tatsächlich nützlich sind und wieder andere verkaufen sich nur, weil sie penetrant beworben werden.

Beim E-Payment, dem Bezahlen ohne echten Zaster, ist das eine Mischung aus allen dreien. Banken lieben elektronisches Geld: Es verführt sehr leicht dazu, das Konto bei horrenden Kreditzinsen zu überziehen. Außerdem bleiben zwischen Abbuchung und Gutschrift immer ein paar Tage Zeit für die Institute, um mit fremder Kohle ein wenig herumzuspielen.

Doch das allein ist sicher nicht der Grund, warum immer mehr Zahlungshändler ein paar Krümel vom Bankenkuchen abhaben wollen. Seit die Kreditverleiher erkannt haben, dass man bargeldlos Personal und Kosten einsparen kann und sogar Gebühren dafür kassieren darf, wird einem mit Schauermärchen von Brieftaschenverlust bis hin zu falschen Zwanzigern das Bezahlen mit realem Schotter vermiest.

Online-Kunden wollen am liebsten via Lastschrift oder per Überweisung bezahlen, Online-Händler bevorzugen PayPal oder die Zahlung mit der Kreditkarte.
Online-Kunden wollen am liebsten via Lastschrift oder per Überweisung bezahlen, Online-Händler bevorzugen PayPal oder die Zahlung mit der Kreditkarte.
Foto: Kaarsten / Fotolia

Dabei ist das Kontoplündern per Hack oder der klassische Internetbetrug - Knete weg und keine Ware - einfacher und lukrativer als der Verlust des Portemonnaies. Das Geschäft mit Provisionen, Gebühren und Daten aus und für die Cloud hätte sogar beinahe eine eigene Währung etabliert: Bitcoins. In der realen Welt 1.0 wurden 2014 laut Bundesbank 53,2 Prozent aller Zahlungen in bar abgewickelt, über Internet gerade mal 2,8 Prozent, Tendenz leicht steigend.

Der wesentliche Grund für die E-Payment-PR scheint jedoch die Gier nach Algorithmen zu sein. Hier werden aus den gesammelten Daten-Profile über Kaufkraft, Lokalisierung, Kunden-verhalten und einiges mehr erstellt. Der gläserne Kunde gibt zudem seine Waren samt Herkunft und Preisklasse bekannt. Bio oder Fast Food, Zigaretten oder Alkoholkonsument? Wieso kauft Konto XY regelmäßig Gingko-Produkte, einen Schwangerschaftstest oder 50 Schmerztabletten pro Monat? Nur wer mit Bargeld zahlt ist wirklich "safe"!

Mein Fazit: Die Kosten und das Risiko trägt der Konsument, die Profiteure des E-Payment-Hypes sind vor allem die Datensammler und -händler, Banken und Softwareanbieter.

Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz. Seine Kolumne finden Sie hier. (rw)

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PetBa

Ausserdem geht nichts mehr bei Internetausfall und bei Stromausfall. Ferner kann meine Frau genau auf dem Kontoauszug sehen wo ich mein Geld ausgeben habe. Die Geldwaescher und Gauner halten sich sowieso nicht an die Bargeldgrenzen und finden immer einen Weg um alle Vorgaben zu umgehen. Der normale Buerger wird durch solche Gesetze nur schikaniert und besser ueberwacht.

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