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08.05.1998 - 

Analysten rechnen mit Millionenschäden

Nur die großen Spammer gehen der Justiz ins Netz

Stolz haben in den letzten Wochen US-amerikanische Internet-Service-Provider (ISPs) von ihren Erfolgen gegen professionelle Spammer berichtet. So konnte die kalifornische Earthlink Network Inc. nach eigenen Angaben mit der Cyber Promotion "das berüchtigtste Spamming-Unternehmen" vor den Kadi zitieren und erhält nun zwei Millionen Dollar Schadensersatz. AOL genügte die bloße Androhung eines Verfahrens, um seine Kunden vor einem der Störenfriede zu schützen. Sechs weitere gerichtliche Verfügungen seien zudem seit Herbst 1997 ergangen.

Mit solchen Einzelerfolgen läßt sich laut Paul Hoffmann vom Internet Mail Consortium das Problem jedoch nicht lösen. Insbesondere kleinere ISPs, Unternehmen und Privatpersonen haben bisher keine echte Handhabe gegen Spammer. Sie müßten eine Zivilrechtsklage einreichen können, wie es seit kurzem im Bundesstaat Washington möglich ist. Bei den meisten Absendern handle es sich außerdem um Einzelpersonen, die sich über ihre privaten Accounts einwählten und viel schwerer zu ertappen seinen.

Auch in Europa wird zunehmend die Problematik erkannt: Laut einer Umfrage von Benchmark Research in britischen und irischen Unternehmen erhalten 75 Prozent aller Befragten fünf unerwünschte Mails pro Tag. Ferner entstehe laut Analysten den Firmen durch die verlorene Arbeitszeit, die die Angestellten für das Öffnen, Löschen und Speichern der Texte bräuchten, Verluste von schätzungsweise acht Milliarden Dollar im Jahr.