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05.10.1990 - 

Kienbaum untersucht Vergütung deutscher Führungskräfte

Nur durchschnittliches Wachstum bei deutschen Manager-Gehältern

GUMMERSBACH (CW) - Die Bezüge deutscher Führungskräfte sind in diesem Jahr laut einer Kienbaum-Erhebung um durchschnittlich sechs Prozent im Vergleieh zum Vorjahr gestiegen. Top-Manager, also Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder, verdienen im Schnitt 292 000 Mark.

Die Spannweite der Managergehälter in der Bundesrepublik reicht nach Angaben der Gummersbacher Vergütungsberatung von weniger als 100000 Mark bis weit über 500000 Mark jährlich. In welche Größenordnung ein Entscheidungsträger letztlich einzuordnen ist, hängt nach Ansicht der Vergütungsberater im wesentlichen von der Größe und der Ertragsstärke des von ihm geführten Unternehmens ab.

Aber auch der Marktwert der Führungspositionen des mittleren Managements bemesse sich letztlich nach der Größe des Unternehmens und damit nach dem Verantwortungsumfang des Funktionsinhabers.

Eine Führungskraft auf der der Geschäftsführung direkt unterstellten Ebene (Hauptabteilung) verdiene im Durchschnitt derzeit 152 000 Mark. In der DV-Branche liegt dieses Gehalt nach Auskunft von Kienbaum-Vergütungsexperte Christian Näser bei

144000 Mark. Ein unterstellter Abteilungsleiter nehme immerhin noch 117000 Mark mit nach Hause. Auch hier sei die Bandbreite groß: Sie schwanke zwischen 60000 Mark und gut über 300000 Mark. Wiederum in der DV-Branche betrage das durchschnittliche Salär des Abteilungsleiters 134000 Mark. Näser weist jedoch darauf hin, daß Branchen, denen es gut geht, konstant gut bezahlen. Und dazu gehöre aus seiner Sicht zweifellos auch die Computer-Branche. Näsers einfache Formel lautet: "Läuft die Branche, läuft auch das Gehalt." Natürlich gäbe es auch Unternehmen, die schlecht wirtschaften, auch wenn es den anderen gutgehe, relativiert der Gummersbacher sein Urteil.

Was die Attraktivität einer Region in bezug auf Gehälter angeht, so kann man aus Näsers Sicht generell davon ausgehen daß Führungskräfte in Ballungsgebieten mit ihren Bezügen fünf Prozent über dem Durchschnitt liegen. Das gleiche gelte für strukturschwache Gebiete; auch dort müsse mehr gezahlt werden, um den Führungskräften einen Anreiz zu bieten, so Näser.

Zusatzleistungen gewinnen nach Kienbaum-Erkenntnissen an Bedeutung. Näser hat festgestellt, daß "der Trend eindeutig in Richtung variable Vergütung geht".

So seien für das Top-Management Altersversorgung, Dienstwagen, Versicherungsleistungen und großzügige Reisekostenerstattungen selbstverständliche Bestandteile des Vergütungspakets. Mit Ausnahme des Dienstwagens gelte dies auch für das mittlere Management. Auch hier stehe bereits 60 Prozent aller Hauptabteilungsleiter und 32 Prozent aller Abteilungsleiter ein Firmenwagen auch zur privaten Nutzung zur Verfügung. Allerdings, so Näser, werde der Dienstwagen nicht zusätzlich zum Gehalt zur Verfügung gestellt, sondern statt des Salärs.