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24.05.1991

Nur eine Komponente des Publizierens

Harte Übergänge zwischen Laienhaftigkeit und Professionalität gibt es im Sektor Desktop Publishing. Die ersten DTP-Künstler, die Mitte der 80er Jahre ihre" Werke" an den Mann brachten, sind inzwischen mit Upgrade-Software munitioniert und stoßen damit in die Welt der herkömmlichen Satzrechner und des professionellen Ganzseiten-Layout vor. Wer da was vom anderen lernt, bleibt offen. Gut ist diese Konfrontation auf jeden Fall für die Anwendungen, die zum einen an Variabilität, zum anderen an Qualität gewinnen können.

Im Unternehmensalltag schrumpft indes das urspüngliche "DTP als ganzheitliches Verfahren der Text-, Grafik- und Bildbearbeitung bis zum Druck" zu einer Komponente elektronischen Publizierens. Dieses wiederum entwickelt sich zu einem je nach Branche mehr oder weniger zentralen Prozeß innerhalb der unternehmensweiten Informationsverarbeitung.

Ein Wandel hat sich auch im Hinblick auf die Hardware ergeben. War DTP bis vor zwei, drei Jahren noch eine Mac-Domäne, so spielen heute die unterschiedlichen PC Welten keine so große Rolle mehr. Der IV-Sektor DTP ist kein Apple-Spezialgebiet mehr (siehe Seite 40: "DTP wird allmählich in fast allen Systemwelten heimisch").

Auch in der Welt der Anwendungssoftware nimmt die Spezialisierung ab. Neben der Portabilität verfügen die Programme mehr und mehr über Funktionen, die von benachbarten Anwendungen quasi abgekupfert sind. Textverarbeitung hat DTP-Funktionen und Grafik ist ohne Text-Features oder Rechenkünste nicht mehr aktuell. Kurz: "Grafik- und Textsoftware kommen DTP-Programmen entgegen" (siehe Seite 30).

Daß sich in diesem Umfeld die einstigen DTP-Freaks zu qualifizierten Handwerkern haben mausern müssen, verwundert nicht. "Handwerkliche und typografische Vorkenntnisse sowie Berufserfahrung in angestammten Gebieten sind heute erforderlich, um im Bereich DTP zu überleben", stellt Bernhard Schoon in seinem Artikel zum DTP-Job auf Seite 36 fest.