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24.11.2000 - 

Nach der Entscheidung melden sich Kritiker zu Wort

Nur sieben neue Top Level Domains

MÜNCHEN (CW) - Die Würfel sind gefallen: Sieben neue Top Level Domains (TLDs) sollen im nächsten Jahr für die Registrierung von Internet-Adressen zur Verfügung stehen. Doch die Entscheidung der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (Icann) trifft nicht überall auf Gegenliebe.

Surfer können sich ab dem ersten Quartal 2001 ihre persönlichen Websites mit .name eintragen lassen. Die neue TLD .pro wird auf Freiberufler verweisen; Museen erhalten .museum- und Genossenschaften .coop-Adressen. Reiseanbieter und Fluggesellschaften erkennt man künftig an der Endung .aero, während Informationsanbieter unter .info im Web zu finden sind. Die seit Jahren überlastete Endung .com soll durch.biz entlastet werden.

Noch hat die Icann jedoch keine Verträge mit den Betreibergesellschaften der neuen TLDs abgeschlossen. "Es kann sich immer noch etwas ändern", erklärt Vincent Cerf, Vice President bei Worldcom und frisch gebackener Icann-Chef.

Unmut gab es über die Auswahl der TLDs. So will sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht mit der Absage an eine .health-Domain zufrieden geben und wird möglicherweise die Entscheidung anfechten. Andere Organisationen, zum Beispiel die American Civil Liberties Union (Aclu), bezeichneten das Vergabeverfahren als unfair, da große Firmen begünstigt worden seien. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass die in dieser Runde abgelehnten Vorschläge in Zukunft doch noch zum Zuge kommen.

Unzufrieden waren auch die neuen Icann-Direktoren, unter ihnen Andy Müller-Maguhn. Sie bemängelten, dass sie erst nach Verabschiedung der TLDs offiziell in ihrem Amt bestätigt wurden und so auf die Domain-Entscheidung keinen Einfluss nehmen konnten (siehe Seite 38).