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25.07.1986 - 

Boom im französischen DV-Dienstleistungssektor, aber:

Nur Spezialisierung bringt Chancen

PARIS (vwd) - Ein beachtliches Wachstumspotential verzeichnet in Frankreich der Sektor DV-Dienstleistungen. Nicht alle Anbieter können allerdings davon profitieren; auch hier wird der Konkurrenzkampf zunehmend härter. Spezialisierte Unternehmen haben jedoch nach wie vor gute Marktchancen.

Für den Dienstleistungssektor erwarten Branchenkenner dieses Jahr einen Umsatz von 35,98 Milliarden Francs gegenüber 25,11 Milliarden Francs 1984. Bis 1989 wird mit einer weiteren Steigerung auf 62,48 Milliarden Francs gerechnet. Zwischen 1984 und 1989 soll der Anteil der Programme am Gesamtumsatz von 23 auf 37 Prozent steigen. Der Bereich Studien- und Beratungsleistungen dürfte Informationen aus Paris zufolge im gleichen Zeitraum allerdings einen Rückgang von 36 auf 33 Prozent verzeichnen.

Die Einnahmen aus Computervermietungen werden voraussichtlich 1989 nur noch 26 Prozent des Umsatzes gegenüber 36 Prozent im Jahre 1984 erbringen. Insider erwarten, daß der Anteil der Schulung mit vier Prozent unverändert bleibt. Die stärkste Wachstumsrate wird mit 31 Prozent für den Softwarebereich erwartet.

Ein Fünftel ihres Umsatzes erzielen die französischen Anbieter im Ausland. Andererseits sind auch Unternehmen aus den europäischen Nachbarstaaten und vor allem aus den USA auf dem französischen Markt durch Tochtergesellschaften vertreten. Eine stärkere Konzentration wird sich nach Meinung von Branchenkennern kaum vermeiden lassen, da zahlreiche französische Unternehmen nur eine geringe Kapitalausstattung aufweisen. Zudem steigen immer mehr Computerproduzenten in den Dienstleistungssektor ein, um so ihre Angebotspalette auszuweiten.

Um der ausländischen Konkurrenz besser gewachsen zu sein, konzentrieren sich die französischen Anbieter verstärkt auf die Herstellung spezialisierter Programme. So erhöhte etwa Cap Gemini kürzlich die Kapitalbasis um eine Milliarde Francs für den Erwerb von Tochtergesellschaften, voraussichtlich in Italien und Großbritannien. Das bisher in zehn Ländern vertretene Unternehmen beabsichtigt, sein internationales Engagement noch auszubauen.