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28.08.1998 - 

Microsoft ließ Hoffnungen wie eine Seifenblase platzen

Nur TCP/IP-Applikationen werfen immer noch Geld ab

TCP/IP hat seinen Siegeszug in den Unternehmen angetreten und doch viele Hersteller, die darauf gesetzt haben, fast in den Ruin getrieben. 1995 versprach die zunehmende Nachfrage nach der Anbindung von PCs an ein Intranet oder das Internet ein sicheres Geschäft. Etablierte Firmen wie Novell, Cisco und IBM rochen ebenso Lunte wie kleinere Unternehmen und Startup-Companies, darunter Netmanage und FTP Software. Eine IDC-Studie prognostizierte das Wachstum des Markts auf 1,7 Milliarden Dollar im Jahr 1999.

Aber anstatt zu explodieren, ging der TCP/IP-Markt in die Knie. Schuld daran war nicht etwa mangelndes Interesse der Anwender, sondern Microsoft. Der Softwareriese bündelte TCP/IP-Funktionen mit seinem Betriebssystem. Den Konkurrenten wie Netmanage und FTP Software verdarb dieser Schachzug das Geschäft mit TCP/IP-Clients.

Nicht alle Anbieter fanden sich mit der Niederlage ab. Einige überlebten, weil sie verglichen mit Microsoft den Kunden einen Mehrwert anbieten konnten oder Produkte für das Host-Umfeld herstellten. Heute bringt nur noch der Verkauf von Applikationen, die auf TCP/IP aufsetzen, Gewinne. Dazu gehören beispielsweise "Network File System", eine Client-Server-Applikation, mit deren Hilfe PC-Nutzer Files auf einem remoten Computer betrachten, speichern und updaten können, und "tn3270", eine Telnet-Version, die Computern erlaubt, sich auf einem IBM-Mainframe einzuloggen. In dem Markt für Netzapplikations-Suites erwarten auch die Marktforscher Wachstum.