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27.09.1996 - 

Marktstudie vorgestellt

Nur wenige Betriebe bereit für das Online-Business

Völlig neue Player werde die vielzitierte Internet-Revolution hervorbringen, orakelte Ulrich Sempf, Mitglied der Diebold-Geschäftsleitung.

"Die Eintrittsschwelle zur globalen Markterschließung wird nahezu auf Null reduziert." Wer darauf zu spät reagiere, müsse damit rechnen, seine Marktposition einzubüßen.

Der Handel via Internet oder Online-Dienst verändert laut Studie in vielen Branchen die Spielregeln des Geschäfts. Die im digitalen Bereich praktizierten Geschäftsmodelle und -prozesse unterschieden sich erheblich von den konventionellen Vorgängen. Das Ziel müsse sein, mit dem Kunden in eine Eins-zu-eins-Beziehung zu treten. Wie das konkret aussehen könnte, demonstriere der Jeans-Hersteller Levis, der bereits die Fertigung nach Maß anbiete. Bislang müsse sich der Kunde dazu allerdings noch auf den Weg in ein Ladengeschäft machen.

Die Anforderungen, die das digitale Geschäft an die Betriebe stellt, sind, so konstatieren Diebold und Telemedia, weniger technischer als organisatorischer Art. Wenn entsprechende Konzepte fehlten, schlügen die ersten gutgemeinten Versuche mit den neuen Vertriebskanälen höchstwahrscheinlich fehl. Laut Diebold-Manager Sempf entscheiden vor allem vier Faktoren über den Erfolg: Produktgestaltung (Individualisierbarkeit) und Prozeß-Management sowie Kundengewinnung und -bindung.

Soll die eigene Homepage mehr sein als eine bunte Werbeplattform, muß sie die potentielle Kundschaft dazu anregen, direkt mit ihr zu interagieren. Das funktioniert am effektivsten über Preisnachlässe. Telemedia-Geschäftsführer Wolfgang Kitza führte hier das Beispiel des Unterhaltungselektronik-Anbieters Sony an, der die im Internet realisierbare Aufwandsersparnis - demnächst auch in Deutschland - als Rabatt an seine Kunden weitergibt. Das sei durchaus möglich, ohne das Wettbewerbsrecht zu verletzten.

Die Idee zur "Business-Digital"-Studie entstand im Rahmen eines Beratungsauftrags, den Diebold bei Bertelsmann wahrnahm. Befragt wurden mehr als 200 Unternehmen weltweit.