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18.01.1980

Nur zentrale DV liefert Planungshilfen

Aus diesen Forderungen ergibt sich, daß die beiden Artikel die ich anspreche, Meinungen verschiedener DV-Leiter wiedergeben, die von der Unternehmensgröße und Branche nicht zusammenpassen. So wird die zukünftig reduzierte Größe der DV-Abteilungen angesprochen. Sicherlich werden immer mehr Funktionen mit immer weniger Masse in allen Bereichen eines Unternehmens abgewickelt, so auch in den DV-Abteilungen.

Aber es ist zu verhindern, daß durch solche Aussagen der qualifizierte Nachwuchs nicht mehr herangebildet wird. Ist doch der heutige Personalmangel nicht zuletzt auf die Prognosen von Instituten und Politikern zurückzuführen, die vor etwa fünf Jahren einen DV-Personalüberhang prophezeiten.

Denn die zukünftigen Aufgaben, die die DV-Abteilungen tragen müssen, werden erheblich erweitert. Datenbanken, erweiterte Anwendungen speziell auf technischen Gebieten, Anforderungen staatlicher Bereiche und nicht zuletzt die eigene Abteilungsorganisation, werden mehr Personal erfordern.

Die angesprochenen Forderungen der DV-Leiter an die Geschäftsführung, zur Installation neuester Technologie, ist nicht eine Maßlosigkeit, die zu bremsen ist, sondern notwendig, um die Ausgabe von Millionenbeträgen an Umstellungskosten zu verhindern. Die Software ist das Kapital eines Unternehmens, das es zu schützen gilt. Es müssen also größtmögliche DV-Anlagen von Anfang an installiert werden, damit der Softwarebestand nicht nachhaltig gefährdet werden kann.

Und: Nur mit der neuesten Technologie ist wirtschaftlich zu fertigen. Welcher Produktionsleiter arbeitet heute noch wirtschaftlich mit riementriebübersetzten Drehmaschinen? Es werden heute in der Produktion Millionenbeträge investiert, um CNC-Maschinen und Transferstraßen zu kaufen. Hierfür Geld zu investieren, daran hat sich die Geschäftsleitung gewöhnt, bei den DV-Anlagen hat man kritisch zu sein, weil es ja so viele Publikationsmedien sagen.

Es geht also nicht um neueste Technologie sondern um die Beherrschung von Problemen. Organisation mit dem Hilfsmittel Datenverarbeitung heißt, Probleme der Zukunft in Unternehmen lösen. Die Probleme werden größer und sie können weitgehend nur auf den Schultern der DV abgeladen werden.

Die Fertigungs- und Fertigungssteuerungsprobleme mit der Betriebsdatenerfassung sind in unseren Unternehmen angekratzt. Die automatische Arbeitsplanerstellung mit dem weiten Vorfeld, dem CAD, ist bei vielen Firmen noch gar nicht ins DV-Bewußtsein gedrungen. Hier ist eine Profil- und Konzeptlosigkeit der DV-Leitungen festzustellen.

Auch das Konzept für das Groß-DV-Gebiet Textkommunikation fehlt.

Man drückt sich vor diesen Problemen und überläßt diese Aufgaben vorerst der "mittleren Datenverarbeitung".

Das sind meine Gedanken zur Zukunft. Am Anfang eines neuen Jahres sollte man sie schon einmal aussprechen.