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01.10.2007

Nvidia greift Intel an

Bisher sind Grafikchips auf Mainboards für Intel-CPUs eine Intel-Domäne. Nvidia will das ändern und hat drei Grafikchips für Intel-Hauptplatinen vorgestellt. Fachhändler könnten dadurch schnellere und teilweise günstigere Platinen anbieten.

Von Boris Böhles

"Es ist einerseits eine Partnerschaft, andererseits eine Konkurrenzsituation", antwortet Jens Neuschäfer, Product-PR-Manager für Zentraleuropa bei Nvidia, auf die Frage, ob man Geschäftspartner Intel mit eigenen Einsteiger-Mainboard-Grafikchips nicht verärgere. Immerhin will Nvidia dem Blauen Riesen innerhalb der nächsten zwei Jahre rund 20 Prozent Marktanteil bei Mainboards für Intel-CPUs mit integriertem Grafikchip abknöpfen.

Die drei ab sofort verfügbaren Chips "Geforce 7050", "7100" und "7150" sollen den Anfang machen. Wie schon am Namen zu erkennen, handelt es sich noch nicht um DirectX-10-fähige Modelle (Geforce-8-Serie), sondern um Chips, die auf der schon ein Jahr alten Geforce-7-Architektur basieren. Nach Angaben des Herstellers soll aber bereits im Frühjahr 2008 die nächste Generation folgen, die dann auch DirectX-10 beherrscht. Für die von Nvidia angepeilte Zielgruppe von Business-Anwendern und Privateinsteigern und das damit verbundene Einsatzgebiet der neuen Chips sind DirectX-10-Funktionen allerdings überflüssig. Die Technik wird in grafisch anspruchsvollen, aktuellen Spielen verwendet. Und für diese sind die Chips zu leistungsschwach. Wer feststellt, dass die Onboard-Grafik für seine Belange zu langsam ist, kann die Platinen dank eines PCI-E-16x-Steckplatzes natürlich mit einer zusätzlichen Grafikkarte aufrüsten.

Business- und Privatanwender im Fokus

Die Zielgruppe sind, wie schon erwähnt, zum einen Business-Anwender in Büros (hauptsächlich Geforce 7050) und Privatanwender, die neben herkömmlichen PC-Anwendungen auch mal ein Mainstream-Spiel wie "Die Sims 2" (Geforce 7100 und 7150) genießen möchten. Auch Windows Vista soll ausreichend Hauptspeicher vorausgesetzt ohne Probleme funktionieren. Außerdem beschleunigen die Grafikchips Anwendungen wie "Google-Earth", "Adobe Acrobat" oder die virtuelle Welt von "Second Life". Solche Anwendungen sollen merklich flüssiger und somit komfortabler als auf Konkurrenzsystemen laufen. "Wir liefern bessere Qualität als die Konkurrenz", sagte Neuschäfer gegenüber ChannelPartner. Im Falle des für Business-Anwender in Frage kommenden 7050 seien die Chips und somit auch die Mainboards billiger als entsprechende Intel-Pendants.

Nvidia unterstützt mit den neuen Geforce-Chips sowohl DVI- als auch HDMI (nur 7100 und 7150)-Ausgänge. Somit können Displays über diese zwei Schnittstellen direkt ans Mainboard angeschlossen werden. Neuschäfer schränkt jedoch die Wiedergabe von hoch auflösendem Material ein: Gerade für Multimedia-Center-PCs solle man lieber zu einer "richtigen" Grafikkarte greifen, die eine leistungsfähige HD-Beschleunigung mitbringt.

Als Chipsätze kommen Nvidias "Nforce 610i" und "630i" zum Einsatz. Die Mainboards sollen zu allen Intel-CPUs für den Sockel 775 kompatibel sein, auch die kommenden "Penryn"-CPUs werden laut Hersteller unterstützt. Die Boards fertigt Nvidia nicht selbst. Viele Platinenhersteller bringen Modelle auf den Markt, darunter Abit, Asrock, Asus, Biostar, Colorful, ECS, EVGA, Foxconn, Galaxy, Gigabyte, Hassee, Inno3D, Jetway, J&W, Maxsun, MSI, Onda, Palit, PC Partner, PNY, Supox, Unika und XFX.

Mainboards mit den Nvidia-Lösungen sind ab sofort erhältlich. Die Preise für Endkunden bewegen sich zwischen 45 und 80 Euro.