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15.01.2007

Nvidia startet Partnerprogramm

15.01.2007
Mit dem zweistufigen Partnerprogramm "PartnerForce" möchte Nvidia, hinter Intel auf Platz zwei der Grafikchip-Anbieter rangierend, seine Marktanteile ausbauen.

Von Wolfgang Leierseder

Nvidia, hinter Intel weltweit auf Platz zwei der Grafikchip-Anbieter rangierend, möchte im indirekten Kanal mehr Marktanteile. Das hatte das Unternehmen mit Sitz in Santa Clara, Kalifornien, bereits im vergangenen Jahr auf der CeBIT anklingen lassen, als es seine Initiative "Nvidia Business Platform" (NBP) mit AMD und der deutschen Maxdata bekannt machte.

Nun folgt das zweitstufiges Partnerprogramm, "PartnerForce" genannt. Es richtet sich mit seinen Zertifizierungen "Member" und "Premium Member" an hierzulande rund 2.000 bis 3.000 anvisierte Händler, wie Bernhard Gleissner, Vizepräsident Verkauf EMEA & Indien, gegenüber ChannelPartner sagte. "Channel heißt für uns alle - außer unseren 15 OEMs", erläuterte der Manager.

Für diesen, der laut Nvidia für drei Viertel des Umsatzes mit Grafikkarten steht, wird ein Online-Portal (www.nvidia.de/partnerforce) zur Verfügung stehen, des Weiteren das gerade aufgebaute Sales-Center, in dem Account-Manager-Teams die Channel-Partner in der jeweiligen Sprache ihrer Region betreuen. Zudem erhalten "Premium Members" dezidierte Ansprechpartner.

Alle Partner erhalten "Merchandising-Kits, Marketing- und Technik-Support sowie Online-Trainings", so Gleissner, "Premium Members" unterstützt Nvidia beim Vertrieb und bei der PR-Arbeit.

Letzteren Status erwirbt man, wenn man eine dedizierte Nvidia-Produktseite auf seiner Website anbietet und ein Vertriebsbeauftragter zertifiziert ist. "Member" ist man, wenn man Produkte des Chipherstellers über autorisierte Vertriebs-/Board-Partner erwirbt und das Nvidia-Logo auf seiner Website zeigt.

Die Herausforderung "Vista"

Natürlich weiß der Chipanbieter, dass er mit dieser Brandkampagne" (Gleissner) den Status "Nvidia inside" nicht erreichen wird. Denn die Grafikchips des Unternehmens werden nicht einzeln verkauft , sondern sind stets Bestandteil einer Grafikkarte. Händler wenden sich in allen Fällen an diese Anbieter, nicht aber an den Chip-Anbieter selbst; es fehlt also der tatsächliche Bezug.

Doch bei Nvidia baut man laut Gleissner auf kontinuierliches Branding, auf die Tatsache, dass der Anbieter längst nicht mehr High-End-Anbieter ist, sondern seine Produkte nunmehr in massenhaft gefertigten PCs und Notebooks arbeiten, und darauf, dass die Anforderungen, die durch Microsofts neues Betriebssystem "Vista" entstehen, im indirekten Kanal konkrete Anfragen nach Roadmaps, Investitionssicherheit und Support entstehen lassen. "Der Kanal braucht diese Informationen und das Wissen, seinen Kunden sagen zu können, in welche Richtung sich technische Entwicklung und der Markt bewegen. Das können wir bieten", sagte Gleissner.

Dass sich für Nvidia als Effekt eine weit bessere Kenntnis des Handelsbedarfs und damit des aktuellen Lagerbedarfs einstellen soll, liege auf der Hand, so der Manager.

Das Programm, in England mehrere Monate getestet, startet in Deutschland sofort. Europaweit soll es sukzessive implementiert werden. "Es ist eine Rieseninvestition", sagte Gleissner, "aber wir gehen davon aus, dass es sich in zwei Jahren für uns rechnen wird."