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Blick an die Nasdaq


14.12.2001 - 

Nvidia: Von Microsofts X-Box profitieren?

Christian Struck*

Infolge des skandalträchtigen Niedergangs des einstigen Börsenlieblings Enron wurde im prestigeträchtigen S&P-500-Index ein Platz frei. Der freigewordene Platz wird durch den Hersteller von Grafikprozessoren Nvidia besetzt. Diese Ankündigung führte zu einem weiteren Kursanstieg der Aktie mit der ohnehin schon besten Performance aller Nasdaq-100-Werte im laufenden Jahr. Dies ist für eine Notiz aus der Chipbranche, die noch dazu zu Höchstkursen gehandelt wird, erstaunlich. Führt man sich die Umsatzsteigerung nach neun Monaten von 69 Prozent auf 871,4 Millionen Dollar und einen Gewinn von 104,1 Millionen (+ 51 Prozent) vor Augen, wird dieser Kursanstieg jedoch nachvollziehbarer. Wie schafft es aber ein Unternehmen aus der Halbleiterbranche in dieser schwierigen Lage, Umsatz- und Gewinnsteigerungen und vor allem eine Nachsteuermarge von 11,9 Prozent zu erzielen? Antwort: Durch die unangefochtene Marktführerschaft bei Grafikchips für Spiele. Spätestens als Microsoft ankündigte, die Bauteile von Nvidia seiner neuen Spielkonsole "X-Box" zu verwenden, war die Company nicht mehr nur den Technik-Freaks ein Begriff. Die Chips von Nvidia werden aber auch längst in PCs von Dell, IBM und Compaq eingebaut. Bei einer Marktkapitalisierung von über acht Milliarden Dollar ist im Nvidia-Kurs allerdings schon viel Fantasie eingepreist; negative Nachrichten sollten sich also tunlichst nicht einstellen. Selbst wenn Nvidia seine führende Marktposition ausbauen kann, scheint die Aktie eindeutig überbewertet. (gh)

*Christian Struck und Stephan Hornung sind Analysten der CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.