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Herstellerneutrale Schnittstelle für offenes System realisiert:


27.02.1981 - 

NW-Verbundsystem aus Minis und Maxis

DÜSSELDORF (bi) - Ein umfangreiches herstellerneutrales offenes Datenkommunikationssystem soll in Nordrhein-Westfalen für den öffentlichen Bereich realisiert werden. Daran arbeitet zur Zeit das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik in Düsseldorf. Auch mit "Mini"-Systemen, zum Beispiel dein System Dietz 621 , liegen Erfahrungen vor. Dr. Bruno Vogel vom Landesamt skizziert im folgenden das zugrundeliegende technische Konzept, das eine einheitliche herstellerneutral definierte Schnittstelle beinhaltet, das die Datenpaketvermittlung gemäß Datex-P-Spezifikationen nutzt und das auf dem ISO-7-Ebenen-Architekturmodell beruht. Ebene 4 ist identisch mit den sogenannten einheitlichen höheren Kommunikationsprotokollen (EHKP 4).

Mit dem Datenvermittlungssystem (DVS) Nordrhein-Westfalen (NW) sollen eine Vielzahl von unterschiedlichen DV-Systemen zum Verbundnetz zusammengeschlossen werden. Bei kleinen DV-Systemen liegen konkrete Einsatz-, Test- und Realisierungserfahrungen mit der in Abbildung 1 skizzierten herstellerneutralen Schnittstelle für Systeme Dietz 621, Nixdorf 8860 und Siemens 6.640 vor. Für weitere Hersteller (Honeywell Bull unter anderem) gibt es konkrete Planungen beziehungsweise vertragliche Vereinbarungen. Mit einem Mehrplatz-Dietz-System 621 wurde der Anwenderbetrieb für verschiedene Dialoganwendungen zum Siemens-Großsystem 7.760 in diesem Verbundnetz bereits aufgenommen. Hier liegen gute Erfahrungen vor, die zeigen, daß die leistungsfähige Integration der komplexen Schnittstelle in das Dietz-System gut gelöst wurde. Mit dem Siemens-System 6.640 wurden Tests für sämtliche Protokollebenen durchgeführt. Eine umfassende Beurteilung der Leistungsfähigkeit kann in diesem Teststadium noch nicht gegeben werden.

Leistungstests für den gesamten Funktionsumfang aller Protokolle für das System Nixdorf 8860 werden in den nächsten Wochen durchgeführt. Die Protokollebenen 1 - 4 (siehe Abbildung 1) sind hier voll in die Systemsoftware integriert worden. Auch mit 6.640 und 8860 wird dann sehr kurzfristig der Anwenderbetrieb mit Mehrplatz-Systemen zu Großrechnern (zunächst IBM 370/168 beziehungsweise 3033 und Siemens 7.760) sowie zu anderen kleinen DV-Systemen aufgenommen.

Für den Anwender stellen diese Systeme neben unterschiedlich geprägten, aber recht vielfältigen lokalen Funktionen auch umfangreiche und flexible Verbunddienstleistungen (Dialog, Datei-Transfer, Job-Transfer) zur Verfügung. Bei der Systemauswahl einschließlich Soft- und Hardwarekonfiguration können die individuellen Anwenderanforderungen sowohl bezüglich der lokalen Funktionen als auch bezüglich der Verbundanforderungen berücksichtigt werden. Die Systeme werden dabei für sehr unterschiedlich geprägte Anwendungen eingesetzt. Der parallele Zugang zu einer Vielzahl unterschiedlicher Partnersysteme über einen einheitlichen Netzanschluß ermöglicht neuartige Anwendungskonzepte. Verbundnutzung und lokale Funktionen müssen sich zum jeweiligen Gesamtkonzept ergänzen, wobei Anwendungsbedarf und Organisationserfordernisse vorrangig berücksichtigt werden können.

Zur technischen Realisierung kann man feststellen, daß sehr unterschiedliche Varianten abhängig von der spezifischen Systemumgebung und anderen Randbedingungen zu leistungsfähigen Realisierungen führen, die bei einer vertretbaren Systembelastung durch den Verbundbetrieb zusätzlich parallele Funktionen ermöglichen. Die Auslagerung von DFÜ-Funktionen in programmierbare Leitungsmodule kann eine zusätzliche Entlastung für Prozessor und Hauptspeicher bewirken.

Weitere Erfahrungen im Anwenderbetrieb mit den genannten und weiteren DV-Systemen werden hier sicherlich in nächster Zeit weitere interessante Informationen über technische und anwendungsorientierte Aspekte geben.