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08.03.1996 - 

CeBIT '96/Messerundgang objektorientierte Entwicklungs-Tools

Objektbasierte Werkzeuge bilden einen Schwerpunkt auf der CeBIT

Am Stand 4H2 zeigt Digital Equipment das Entwicklungswerkzeug "Forte Application Development Environment" fuer Mehrschichten- Architekturen.

Das Tool, das fuer die Entwicklung grosser, verteilter Anwendungen gedacht ist, verfuegt ueber Funktionen zur Partitionierung und zur parallelen Verarbeitung. Mit "Forte Express" sollen sich grafisch Anwendungen erstellen lassen, ohne dass die Forte-4GL eingesetzt werden muss.

Von der IBM ist im Mittelgeschoss der Halle 1 gleich das gesamte Produktangebot im Bereich Anwendungsentwicklung zu sehen. Die Schwerpunkte bilden dabei visuelle Programmierung, Team- und Objektorientierung. Dabei nehmen die Werkzeuge "Visual Age Smalltalk" und "Visual Age C++", die auf OS/2 und Windows 95 praesentiert werden, breiten Raum ein. In Halle 2 praesentiert das Unternehmen Visual Age Smalltalk auf den Plattformen AIX und OS/400.

"Visual Age Cobol for OS/2" mit den objektorientierten Erweiterungen der 3GL wird ebenfalls gezeigt. Neugierig auf die Frameworks von "Commonpoint" oder die OLE-Konkurrenz "Opendoc"? Interessierte koennen sich hier die IBM-Implementierungen anschauen, Chancen und Zukunft dieser Technologien diskutieren.

In Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelt die Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG (SNI) das "Comunity Application Implementation Framework". Microsoft steuert Visual Basic und OLE bei, waehrend SNI nach eigenen Aussagen vor allem das Know-how fuer die kommerzielle Anwendungsentwicklung liefert. Der SNI-Hauptstand in Halle 1 ist Schauplatz der Praesentation dieses Frameworks.

Halle 2

Besucher, die Programmier-Tools von Symantec suchen, finden diese auf dem Stand B40. Die Symantec Deutschland GmbH zeigt die Version 7.0 von "Symantec C++", ein Entwicklungssystem fuer 16- und 32-Bit- Anwendungen. Mit dem Modul "Netbuild" lassen sich Aufgaben zur Programmerstellung auf mehrere Rechner im Netz verteilen. Der Compiler laeuft unter allen Windows-Varianten sowie unter MS-DOS

"Enterprise Developer 2.5" ist ein Repository-gestuetztes Client- Server-Entwicklungssystem. Damit lassen sich Anwendungen erstellen, die auf mehrere Datenbank-Engines gleichzeitig zugreifen koennen. Indem sich die Geschaeftsregeln im Repository ablegen lassen, entfaellt eine wiederholte Codierung der Transaktionslogik. Die Abschottung der Anwendungslogik von Datenbank-Servern und Middleware soll zudem das Skalieren von Anwendungen erleichtern. Version 2.5 laeuft auf Windows, Windows NT und Windows 95.

Die New Line GmbH, Frankfurt am Main, stellt auf CeBIT-Stand D02 das Produkt "Framework ++" fuer Visual C++ vor. Nach Auskunft des Herstellers handelt es sich dabei um ein Rapid-Application- Development-Tool fuer 32-Bit-Anwendungen unter Windows 95 und Windows NT. Der integrierte Editor "ED32" ermoegliche das Erstellen von Oberflaechen, Fensterbeschreibungen und Datenbankanbindungen ohne die Generierung von C++-Code. Die Klassenbibliothek "Applib" bildet eine Erweiterung der Microsoft Foundation Classes (MFC).

Halle 3

Das Gros der objektorientierten Tools findet sich in Halle 3. Die Nat Systems GmbH, Muenchen, praesentiert auf dem Stand A2 die Client-Server-Entwicklungsumgebung "Natstar". Sie bietet laut Anbieter vom Design eines Datenmodells bis hin zu Testhilfen und Verteilungs-Utilities Werkzeuge zur Unterstuetzung des gesamten Entwicklungszyklus. Dabei unterstuetzt das plattformunabhaengige Tool sowohl herkoemmliche Funktionen als auch ein dynamisches Partitionieren und Verteilen von Lasten. Natstar generiert fuer alle Applikationen und Dienstmodule den C-Sourcecode fuer die jeweilige Zielplattform. Das britische Marktforschungsinstitut Butler Bloor Ltd., Bletchley, zaehlt das Nat-Systems-Tool zu den "Leading edge"-Werkzeugen.

Auf Stand A7 zeigt die Precision Software GmbH, Dreieich- Sprendlingen, das Testing-Tool "Autotester" des gleichnamigen Anbieters aus Dallas. Das unter DOS, Windows und OS/2 lauffaehige Tool testet neben Applikationen mit grafischen Oberflaechen auch Legacy-Systeme auf dem Mainframe und auf Midrange-Rechnern. Zusaetzlich, so der Anbieter, stehen eine Client-Server-Ausgabe zum Testen von SAP/R3-Applikationen sowie eine netzwerkfaehige Version der Software zur Verfuegung.

Precision praesentiert ferner das visuelle Programmierwerkzeug "Objekt Engineering Workbench for C++" (OEW) des Frankfurter Unternehmens Innovative Software. Das Produkt, das beispielsweise auch die Dresdner Bank fuer die Entwicklung ihres Arbitage- und Risiko-Management-Systems eingesetzt hat, verfuegt ueber Funktionen fuer das Design, die Programmierung, Codegenerierung und Dokumentation. Klassenbibliotheken wie die von XVT Software oder Rogue Wave lassen sich einbinden.

Mit "Objectif" zeigt die Micro Tool GmbH, Berlin, am Stand A29 ein C++-Entwicklungs-Tool fuer die Phasen Analyse, Design und Programmierung. Entwickler finden grafische Werkzeuge fuer die Spezifikation von Klassen und deren Struktur vor, einen Grafikeditor zum Modellieren von Objektlebenszyklen sowie einen zur Darstellung von Interaktionsdiagrammen und eine Komponente zur Generierung von Code. Darueber hinaus bietet das Tool einen Methodeneditor, der dem Programmierer aus dem Kontext Vorschlaege fuer Variablennamen, Parameter und Methodenaufrufe unterbreitet. Objectif unterstuetzt die Methoden OOA/OOD und OOP nach Coad/Yourdon.

Mit dem Cross-Plattform-faehigen C- und C++-Werkzeug "Elements Environment" ist die Neuron Data GmbH auf Stand A37 vertreten. Nach Einschaetzung verschiedener Analysten ist Portabilitaet die Staerke des Tools, das sich fuer komplexe Client-Server-Projekte eignet. Das neue Modul "Distributed Communications" soll den Grad der Portabilitaet erweitern. Der Entwickler erhaelt die Moeglichkeit, eine Applikation in beliebige funktionale Module zu splitten und diese dynamisch ueber eine gegebene Infrastruktur unabhaengig von der Middleware wie RPC, DCE und Corba zu verteilen. Den Kern dieses Moduls bildet ein intelligenter, Multipoint-faehiger Routing Agent.

Zum erstenmal ist die Texas Instruments Software GmbH, Wiesbaden, mit einem eigenen Stand auf der CeBIT vertreten. Am Stand B17 zeigt das Unternehmen die Anwendungsentwicklungs-Umgebungen "Composer" und "Arranger".

Mit dem modellbasierten Composer lassen sich Client-Server- sowie Terminal-Host- und Batch-Anwendungen schreiben. Kern der Umgebung ist ein Repository. Arranger kapselt die auf verschiedenen Rechnern implementierten Funktionen und Daten, die derzeit mit dem Composer geschrieben sein muessen, zu Geschaeftsobjekten. Sie lassen sich dann mit Hilfe von Excel, Visual Basic oder anderen OLE- basierten PC-Werkzeugen zu neuen Anwendungen zusammenstellen.

Die ESM Software GmbH, Nuertingen, zeigt auf Stand B26 "Velocis 1.4", das aktuelle SQL-Client-Server-Datenbank-Entwicklungssystem fuer C und C++ aus dem Hause Raima Corp. Daneben praesentiert der Anbieter das C++ Application Framework "Zapp Developers Suite" der Firma Rogue Wave Software, Aschaffenburg. Das Cross-Plattform- faehige Tool schnitt in dem vor kurzen von der CW- Schwesterpublikation "Infoworld" durchgefuehrten Vergleich zusammen mit den Tools "Elements ++ 1.0" von Neuron Data und "XVT Development Solution for C++ 3.22" von XVT Software Inc. am besten ab.

Ein weiteres objektorientiertes Tool, das sich zum Erstellen komplexer Client-Server-Anwendungen mit einer Drei-Schichten- Architektur eignet, ist "Jam" von der Jyacc Inc. aus Wellesley, Massachusetts. Jam verfuegt mit dem "Transaction Processing Interface" (TPI) ueber eine Schnittstelle zu dem Transaktionsmonitor "Tuxedo" von Novell. Auf der CeBIT, Stand B30, zeigt die Datenrevision GmbH, die Jam hierzulande vermarktet, unter anderem das Zusammenspiel mit dem SNI-Transaktionsmonitor "Open UTM".

Micro Focus bietet mit "Object Cobol 4.0" einen 32-Bit-Cobol- Compiler feil (Stand B55). Damit lasse sich die herkoemmliche Cobol-Programmierung ebenso wie die Entwicklung objektorientierter Erweiterungen der Sprache unterstuetzen.

Die Halstenbach ACT GmbH, Wiehl, befindet sich mit ihrem Eiffel- basierten Tool "Iss-Base" auf dem Stand B51. Das Produkt setzt, so der Anbieter, auf der Walden/Nerson-Methode "Business Object Notation" (BON) auf. Zum Paket gehoert ein Compiler, der Eiffel- Quellcode in C oder binaeren Maschinencode uebersetzt. Der Debugger ermoeglicht das Setzen von Breakpoints im Sourcecode und das Untersuchen von Objektstrukturen.

Die Cadre Technologies Inc. praesentiert ihr "Object Team for OMT" auf Stand B57 des Berliner Softwarehauses PSI sowie auf dem Partnerstand von Informix (Halle 3, D16). Nach Darstellung der Cadre Technologies GmbH, Hoehenkirchen, eignet sich die Umgebung fuer Analytiker-, Designer- und Entwicklungsteams. Ihr Funktionsumfang schliesst die Generierung von C++-, Smalltalk- und Ada-Code ein und unterstuetzt die "Object Modelling Technique" (OMT) von Rumbaugh sowie die objektorientierten Methoden von Jacobson oder Shlaer/Mellor.

Ebenfalls unter der PSI-Adresse zu finden ist die Rogue Wave Software GmbH, Aschaffenburg. Aus deren Angebot sind hauptsaechlich die verschiedenen C++-Klassenbibliotheken bekannt: "DBtools.h++", "Math.h++", "Tools.h++", "Money.h++", "Net. H++", etc. Daneben zeigt das Unternehmen auch die Umgebung "Zapp" (siehe dazu Halle 3, B26, ESM).

Ein Multiuser-faehiges, Windows-basiertes Entwicklungs-Tool mit Funktionen fuer das Rapid Application Development (RAD) zeigt die Cognos GmbH (Halle 3, Stand C20). Als Zielplattformen kommen Windows-for-Workgroup-Clients sowie Open-VMS- und Unix-Server in Frage. Das Werkzeug verfuegt ueber ODBC-Treiber sowie ueber Schnittstellen zu Interbase von Borland, SQL Server von Microsoft und Sybase, Oracle, Dbase, Foxpro sowie Clipper.

Auf dem Stand C26 befindet sich die Intersolv GmbH mit der "Omega Series". Das Modul "Omega Views" ist ein objektorientiertes Framework und das Nachfolgeprodukt von "Intersolv C++/Views". Es enthaelt etwa 190 Klassen, ein Double-Byte-Character-Set und einen GUI-Builder. Zum Paket gehoert ferner ein Point-and-click-Werkzeug names "Constructor", mit dem sich Komponenten zu neuen Applikationen zusammenstellen lassen, und der "Designer", eine Weiterentwicklung von "Excelerator II". Das "LAN-Repository" bietet in der neuen Version die Moeglichkeit, auch Binary Large Objects (BLOB) zu speichern.

Neu ist auch die "Data Direct"-Serie von Intersolv. Das Produkt ist fuer die Entwicklung und den Einsatz von ODBC-faehigen Applikationen gedacht. Das "Data Direct Developer's Kit" (DTK), steht als Visual Basic Custom Control und als C++-Variante zur Verfuegung.

Drei Entwicklungs-Tools zeigt die Next Computer Deutschland GmbH, Ismaning, auf Stand D10: "Distributed OLE" (D'OLE), "Enterprise Objects Framework" (EOF) und "Web Objects". Mit D'OLE sollen Entwickler, die mit Client-Tools wie Powerbuilder oder Visual Basic arbeiten, verteilte plattformuebergreifende Client-Server- Anwendungen schreiben koennen. Indem D'OLE transparent Import- Export-Technik unterstuetzt, werden OLE- und Openstep-Komponenten interoperabel. Ueber D'OLE laesst sich EOF in Windows-Umgebungen einbinden.

Mit Web Objects koennen Benutzer online Web-Seiten erstellen. Dabei lassen sich die im Netz abgefragten Seiten automatisch mit Informationen aus den angeschlossenen Datenbanken aktualisieren.

Die Experteam GmbH, Koeln, praesentiert auf Stand D23 das Client- Server-Werkzeug "Systems Engineer 6.1" von Learmonth & Burchett Management Systems (LBMS) aus Houston. Die Version erlaubt es nun, Datenmodell-Subsets zu editieren, so dass auch grosse Entwicklerteams gemeinsam Entitaeten definieren und in unterschiedlichen Modellen verwenden koennen. Auf diese Weise, so Experteam, wird darueber hinaus die Wiederverwendbarkeit von Entwurfsobjekten gefoerdert. Ueber ein Repository sind OLE- Verbindungen integrierbar.

Neue Klassenbibliotheken bringt die GFT GmbH, St. Georgen: "Grit Plus Database Collection" und "Grit plus Application Framework (Stand D29). Die Bibliotheken ergaenzen die Entwicklungssoftware "Grit plus". Database Collection ist speziell fuer die Erstellung von Datenbankapplikationen gedacht, und im Framework werden eine Reihe von Basisfunktionen bereitgestellt.

Die Entwicklungsumgebung "Magic" ist bei der Magic Software Enterprises Deutschland GmbH (D45 und D66) zu inspizieren. Verschiedene Datenobjekte lassen sich damit zentral in einem Typenverzeichnis pflegen und mit Eigenschaften versehen. Diese koennen dann vererbt und ueberschrieben werden.

Halle 4

Auf Stand A70 findet sich die Data Access Deutschland GmbH, Friederichsdorf, die mit der Umgebung "Dataflex 3.1" aufwartet. Das aktuelle Release verfuegt ueber ein Application Framework, das die Entwicklung von plattformunabhaengigen Anwendungen erleichtern soll. Neben einer integrierten Datenbank unterstuetzt das Tool den hauseigenen Datenbank-Server unter Unix, "Btrieve", sowie die Microsoft-Datenbank-Schnittstelle Open Database Connectivity.

Besucher, die das von einigen Analysten hoch bewertete Werkzeug "Dynasty" unter die Lupe nehmen moechten, muessen sich zum Stand B32/217 begeben. Nach Angaben der Dynasty Software GmbH, Pinneberg, unterstuetzt das Tool eine Drei-Schichten-Architektur unter Einbindung vorhandener Klassenbibliotheken und Komponenten. Das Werkzeug erlaube zudem ein Prototyping. Die Objektverteilung kann erst nach Fertigstellung der Applikation erfolgen und muss keine Auswirkungen auf das Objektmodell haben. Entwickler brauchen das jeweilige Betriebssystem, die Oberflaeche, die Datenbank und die Kommunika- tionsform (TCP/IP, Tuxedo, DDE, OLE, Named Pipes und Message Queues) erst am Schluss festzulegen.

Halle 5

Stand B65 bietet dem Besucher einen Einblick in die Version 5.2 des 4GL-Entwicklungs-Tools "ZIM". Es wird von der Albers & Frommberger OHG, Dortmund, angeboten. Die aktuelle Ausfuehrung verfuegt ueber eine durchgaengig objektorientierte Struktur auf der Basis relationaler Datenbanken. Die integrierte Klassenbi- bliothek erlaubt die Aufteilung in Geschaeftsobjekte, die die Funktion der Anwendung enthalten, und in Interaktionsobjekte, die die Oberflaeche steuern.

Halle 22

Selbst in dieser Halle finden sich noch Werkzeuge fuer die objektorientierte Programmierung. Die Owis Software GmbH (Stand B25), Martinroda, stellt die "Objekttechnologie Werkbank" vor. Diese unterstuetzt, so der Anbieter, nicht nur die Programmierung, sondern auch verschiedene Modellierungsmethoden.