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12.09.1997 - 

Objektorientierung/Kommentar

Objekte ernst nehmen

Die Anbieter objektorientierter Lösungen tragen vor, nur mit ihrem Ansatz ließen sich DV-Strukturen und -lösungen so flexibel gestalten, wie die Unternehmen selber sein müßten, wenn sie denn im globalen Wettbewerb bestehen möchten. Der Anspruch belegt zumindest, daß die einstigen Softwaresonderlinge mit dem leicht exzentrischen Touch auch in Sachen Schlagwortfertigkeit aufgeholt haben.

Locker kommt jedem OO-Vertriebsbeauftragten die Parole Business Re-Engineering über die Lippen. Doch wie steht es denn um die Reorganisation der Unternehmen? Von den Verwaltungen ganz zu schweigen. Und wo treffen die mit Verweis auf die Wiederverwendung behaupteten Zeit- und Kostenvorteile der Objektorientierung tatsächlich zu? Wiederverwendung wird beispielsweise nur dann stattfinden, wenn sie als Beitrag zu übergeordneten DV-Zielen belohnt wird. Solange sich die Effizienz der Entwickler in produzierten Lines of Code bemißt, wird kaum jemand diese Chance wahrnehmen.

Zur Objektorientierung gehört nicht nur Geschäftsprozeß-Optimierung, sondern auch ein objektorientiertes Projekt-Management. Und das kann sich an den Grundlagen der Objektorientierung selber anlehnen.

Beide brauchen gegenüber traditionellen Methoden der Programmierung und des Projekt-Managements mehr Zeit sowie Gründlichkeit in der Analysephase, aber weniger für die Realisierung. Die einstigen "Meilensteine" sind jetzt die Klassen, ihre Arbeitsabschnitte überlagern sich zum Teil. Und nach den Klassen lassen sich auch die Projektteams organisieren.

Objektorientierung heißt mehr, als mit C++ oder Smalltalk zu liebäugeln. Sie ist mehr als eine Methode, mittels Software eine Aufgabe, einen Aspekt der Wirklichkeit zu beschreiben. Wenn sie denn die Wirklichkeit beschreiben sollte, sollte ihre Umsetzung ihrer Methodik nahe sein.