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17.10.1997 - 

Technologie-Ausweitung bei Bea

Objekte können bald Online-Transaktionen übernehmen

Anfang vergangenen Jahres nahm es der neue Tuxedo-Eigner auf sich, das durch mehrfachen Besitzerwechsel vernachlässigte Transaktionssystem wieder im Markt zu etablieren. Dabei ging es nicht nur darum, wieder Präsenz zu zeigen, sondern auch das Produkt auf den Stand der Technik zu bringen.

Diese Aufgabe, so Joe Menard, Bea-Vice-President für Europa, den Nahen Osten und Afrika, ist mit den aktuellen Ankündigungen weitgehend erledigt. Dabei handelt es sich um die vollständige Anbindung des Transaktionssystems an die IBM-Betriebssysteme OS/400 und OS/390. Dazu dienen insbesondere Produkte wie "Connect SNA", "Connect TCP" und "Connect OSI TP". Die bisherige Verbindung gestattete lediglich den Aufruf von Anwendungen für IBMs eigenen CICS-Transaktionsmonitor. Nun kann sich Tuxedo von gleich zu gleich (peer to peer) mit den Host-Systemen verständigen. Auch die Integration in IBMs asynchrones Messaging-System "MQ Series" ist inzwischen geschafft. Ende des Jahres soll es sogar möglich sein, Tuxedo-Anwendungen mit Hilfe der CICS-Schnittstelle zu erstellen. Auch die Einbindung in System-Management-Umgebungen wie "Openview" von HP, "Netview" von IBM und "Solstice" von Sun soll Ende des Jahres gelungen sein. Die Agenten von BMC verwenden Tuxedo schon länger, die Unterstützung des Tivoli-Frameworks ist in Vorbereitung.

Die eigentliche Aufgabe für das kommende Jahr ist jedoch die Ergänzung und Erweiterung von Tuxedo zu einem "Object Transaction Management System" mit der Codebezeichnung Iceberg. Bea hat den Ehrgeiz, nicht nur einen Transaktionsmonitor anzubieten, sondern eine umfassende Middleware-Infrastruktur zu schaffen. Im Zentrum dieses Konzepts liegt die Common Object Request Broker Architecture (Corba), ein offener Standard für Messaging-orientierte Kommunikation zwischen Anwendungen auf verschiedenen Plattformen. Bea hat die Implementierung von Digital Equipment aufgekauft und gleichzeitig damit eine vom selben Hersteller entwickelte Brücke zwischen Corba und Microsofts Middleware Active X. Auf diese Weise läßt sich die Windows-Welt in die Corba-basierten Objekttransaktionen einbinden.

Wichtig an dem Konzept ist, daß die bisherigen Verfahren weiterhin verwendbar bleiben. Die angestrebte Architektur besteht dann aus dem herkömmlichen Transaktionssystem Tuxedo mit dem asynchronen System "Message Q" für die Anwendungsintegration und aus Iceberg mit dem "Object Broker" als Basis für moderne Anwendungen. Erprobt wird diese Architektur bereits dieses Jahr, mit der allgemeinen Verfügbarkeit ist Mitte bis Ende 1998 zu rechnen.