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07.04.1995

Objektorientierte Datenbank-Alternative Informix verliert Interesse an populaerer Standard Engine

MUENCHEN (IDG) - Vermutlich wird die Informix Software Inc. der erste namhafte Anbieter relationaler Datenbanken sein, der ein vollstaendig objektorientiertes Datensystem offerieren kann. Wie die Firma ankuendigt, wird es sich dabei um ein Repository fuer die Tools-Familie "New Era" handeln. Informix hegt zudem Modernisierungsplaene, die "Standard Engine" (SE) aufs Abstellgleis zu schieben.

Die Freigabe des naechsten Haupt-Release 2.0 der Entwicklungs-Tools New Era ist nach Aussagen von Informix- Chief-Executive-Officer Phil White noch fuer Ende des Jahres geplant. Diese Ausfuehrung soll bereits ueber ein objektorientiertes Repository verfuegen. Eine Zwischenversion 1.2 der Entwicklungswerkzeuge mit Partitioning- Funktionen und einer Anbindung an Lotus Notes ist fuer diesen Sommer vorgesehen.

Ausserdem wird die relationale Datenbank "Online" nach Plaenen von Informix im Release 8.0 massiv-parallele Rechner von AT&T, IBM und ICL unterstuetzen koennen. Das Upgrade soll in der zweiten Jahreshaelfte 1995 auf den Markt kommen.

Zum Ende dieses Jahres will Informix eine Workgroup-Ausfuehrung der Datenbank herausbringen. Diese Online-Variante ist fuer Gruppen von zehn bis 30 Benutzern gedacht. Damit wird sie in einem Feld positioniert, das der Hersteller bis dato mit der anderen Informix-Datenbank, der Standard Engine (SE), besetzt hat.

"Was wird bei solchen Plaenen aus den Anwendern, die eine der 400000 bis 500000 SE-Lizenzen besitzen?" fragte die CW- Schwesterpublikation "Computerworld" den Informix-CEO. "Wir wuerden es gerne sehen, wenn die SE-Anwender zur Online migrierten und die Standard Engine nur noch auf dem Client einsetzten", antwortete White. Er bestaetigte, dass das Unternehmen die SE weder mit Replikationsfunktionen noch mit Features fuer die Parallelverarbeitung oder anderen Neuerungen ausstatten werde. Nach seinem Willen soll SE nur noch als Single-User-Datenbank fuer Software-Entwickler eine Rolle spielen duerfen.

Der Grund fuer das mangelnde SE-Engagement des Herstellers moegen unbefriedigende Verkaufszahlen sein. Das deutete jedenfalls Howard Graham von Informix an, der im vergangenen Monat gegenueber einer Gruppe von Finanzanalysten einraeumte: "Die Wachstumskurve des SE- Verkaufs verlaeuft vergleichsweise flach."