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03.11.1995

Objektorientierte Datenbank speichert alle Netzkomponenten Neue Netview-Version verwaltet SNA-Welt und andere Netzwerke

STUTTGART (CW) - IBM setzt mit der neuen Version 3 des Netzwerk- Management-Systems "Netview fuer MVS/ESA" weiterhin auf zentrale Steuerung, Ueberwachung und Automation der Systemressourcen. Weiter ausgebaut wurde die Multiplattform-Faehigkeit fuer SNA- und andere Netze unter einer einheitlichen Oberflaeche.

Traditionell hat Netview seine Staerke in den umfassenden Funktionen zur Fehlererkennung, -analyse und -korrektur in SNA- Netzen. Dabei basiert das Tool auf den in der SNA-Architektur definierten Protokollen und Formaten fuer die Ueberwachung und Steuerung eines SNA-Netzes. Innerhalb der einzelnen Funktionen von Netview wird dabei zwischen der physischen und der logischen Netzueberwachung sowie der Netzsteuerung unterschieden.

Zur physischen Netzueberwachung zaehlen die Speicherung und Anzeige von Uebertragungstatistiken, die Anzeige von Fehlerinformationen (Ausfall von Ressourcen), Hinweise auf moegliche Fehlerursachen sowie Empfehlungen fuer deren Beseitigung. Darueber hinaus gehoeren dazu Protokolle zur Kommunikation mit einzelnen Ressourcen (Steuereinheiten, Endgeraete, Prozessoren), die es erlauben, bestimmte Informationen abzufgragen, individuelle Daten zu veraendern (Timer, Zaehler etc.) oder spontane Nachrichten (Fehler, Alarmmeldungen etc.) aus dem Netz zu empfangen.

Die logische Netzueberwachung bezieht sich auf die hoeheren Schichten der SNA-Kommunikationsarchitektur wie der Transport- und Session-Schicht. Hier kann der Status einer bestimmten Session angezeigt werden beziehungsweise die von ihr benutzten Ressourcen. So laesst sich zum Beispiel der physische Weg nachvollziehen, ueber den eine Session laeuft, oder es ist nachvollziehbar, warum eine bestimmte Session nicht zustandekommt. Verteilte IBM- und OEM- Management-Anwendungen koennen ueber das LU 6.2-Protokoll erreicht werden.

Netview repraesentiert alle Netzwerk-Ressourcen als Objekte, die in der objektorientierten Datenbank Ressource Object Data Manager (RODM) mit ihren Eigenschaften wie Name, Adresse, Status etc. abgespeichert sind. SNA-Objekte werden in der neuen Version dynamisch geladen, und auch nicht zu SNA zaehlende Ressourcen koennen mit Netview fuer MVS zentral gesteuert und ueberwacht werden, sofern ihre Daten in RODM eingebracht werden.

Das OS/2-basierte User-Interface von Netview, die "Netview Graphic Monitor Facility" (NGMF), stellt RODM-Objekte und deren Beziehungen untereinander grafisch dar. Farbanzeigen geben die Betriebszustaende (aktiv, Fehler etc.) der Netzkomponenten an. Im Fehlerfall erlaubt die Funktion "Fast Path to Faillure" ein sofortiges Auffinden der fehlerhaften Komponente.

Zu den Neuerungen von NGMF zaehlen ausserdem ein nun eigenstaendiger Command Profile Editor, der auch den Im- und Export von Flat-Files erlaubt, die Unterstuetzung verschiedener Ressourcen-Manager wie GMFHS, SNATM, Ressource Status Manager etc., eine breitere Palette von benutzerdefinierten Status-Farbanzeigen und die Integration der Command Tree/2- und Graphic View/2-Funktionen in NGMF.

Zentraler Baustein zur Verbindung von SNA-Netzen mit heterogenen Netzen ist der "IBM Netview Multisystem Manager" zur zentralen Ueberwachung und Steuerung mittels Netview. Auf Manager-Agent-Basis werden Nicht-SNA-Plattform-Einheiten automatisch aus den Plattform-Managern ausgelesen und im Netview-RODM erfasst. Netview ist damit ein Server, der Management-Funktionen seinen Clients, den Plattform-Managern, zur Verfuegung stellt.

Moegliche Plattform-Manager sind:

- der IBM LAN Network Manager Version 1.1,

- der IBM LAN Network Manager Entry Version 1.0,

- der IBM LAN Network Manager Version 2,

- Netview/6000 beziehungsweise Netview for AIX,

- LAN Netview Management Utilities (LMU) sowie

- ein offenes Interface fuer jegliche Management-Plattform.

Der Netview Multisystem Manager selbst besteht aus dem Manager- Teil im MVS-Host und den Agenten auf den unterstuetzten Plattformen. Dazu werden noch fertige Befehle fuer die gleichen Plattform-Manager mitgeliefert und in einen NGMF-Behfehls-Suchbaum eingebracht. Die Agenten erfassen Konfiguration und Statusinformation von den Plattform-Managern, die dann dem Manager-Programm auf dem Host uebergeben und von diesem in den Netview-RODM geschrieben werden. Das Gleiche gilt auch fuer die Topologie- und Statusaenderung dieser Ressourcen.

Damit ist es mit NGMF nun moeglich, alle Einheiten im Netz grafisch darzustellen, diese per Point-and-click zu steuern und sogar mit Netview zu automatisieren, da alle diese Komponenten im RODM definiert sind. Der Operator hat somit ein einheitliches Interface zur SNA-, APPN-, LAN-, Novell- und TCP/IP-Netzsteuerung.

Das Prinzip der Plattform-Manager vermeidet laut IBM ein Ueberfluten des Netzes mit Status- und Steuerungsinformation, zumal viele Aufgaben lokal behandelt werden koennen. Es ermoeglicht die Ueberwachung und Automation des Gesamtsystems von zentraler Stelle, sei dies auf Netview MVS- oder Netview for AIX-Basis.