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Marktstudie prophezeit Erfolg für modernes SW-Design:


07.07.1989 - 

Objektorientierte Software im Kommen

LONDON (pi) - Im Verlaufe der nächsten Dekade wird sich die Computerindustrie mehr und mehr den objektorientierten Systemen zuwenden, um vor allem die Software Produktivitätsprobleme in den Griff zu bekommen - so die Kernaussage eines Reports der Ovum Ltd. aus l.ondon zum Thema "Object-oriented systems: The commercial benefits."

Zum objektorientierten Ansatz der Programmierung gehört nach Aussage der Marktforscher eine Methode der Entwicklung und Softwaregestaltung, die die Art und Weise reflektiert, in der Objekte der realen Welt zueinander in Beziehung stehen. Der Programmierer eines solchen Systems bestimmt Software-Objekte, die Daten und Programminstruktionen in einer einzigen Struktur kombinieren und durch den Austausch von Mitteilungen kommunizieren.

Auf verschiedene Art und Weise hilft dieser Ansatz, produktiver zu sein, meinen die Autoren der Studie. So können Objekte Eigenschaften von anderen Objekten "erben", das heißt, Features müssen nicht jedes mal neu geschaffen werden. Standardobjekte und Klassen können entwickelt und wiederverwendet oder von den Entwicklern sogenannter "class libraries", also Verzeichnissen der Klassen, übernommen werden. Solche Produkte sind bereits für die Unterstützung der Entwicklung von Benutzerschnittstellen vorhanden.

Die Untersuchung, die das britische Marktforschungsunternehmen durchgeführt hat, umfaßt Fallstudien von sieben Organisationen, die erfolgreich mit objektorientiertem Code in verschiedenen Anwendungen arbeiten. Eine Steigerung der Produktivität um den Faktor 5 ist dabei festzustellen.

Die erste wichtigere objektorientierte Sprache war Smalltalk, die in den 70er Jahren in den Xerox-Laboratorien entwickelt wurde. Aber der klare Gewinner in diesem Feld heißt nach den Erhebungen der Ovum Ltd. C++, eine Sprache, die einen evolutionären Pfad für die große installierte Basis der Sprache C vorgibt. C + + wird, so die Mitteilung aus Großbritannien, bereits intern von Sun, Apollo, Microsoft und Apple sowie AT&T verwendet.

Der Report zeigt für diesen Bereich Chancen in neuen Märkten auf, so die Entwicklung von Class libraries, von Applikationsgeneratoren für Systementwickler oder Tools für Endanwender zur Erstellung eigener Anwendungen.

Derzeit ist der Markt für objektorientierte Produkte hauptsächlich zwischen hybriden Toolkits zur Entwicklung von Systemen künstlicher Intelligenz mit 52 Prozent und reinen objektorientierten Tools wie Compiler oder Programmierumgebungen mit 44 Prozent aufgeteilt. Case-Hersteller und Datebank-Unternehmen werden in den 90ern mit eigenen objektorientierten Versionen ihrer Produkte auf den Markt

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