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Arbeitsvorbereitung für einen knuffeligen Rundling

Objektorientiertes Design für den New Beetle

23.10.1998

Nur 18 Monate hatte Gedas Nordamerika Zeit, die Produktion von Käfer II vorzubereiten. Der Auftrag kam im August 1996, doch das Projekt konnte sechs Monate früher als geplant abgeschlossen werden. Die gesamten Kosten lagen bei elf Millionen, die Aufwendungen für die Software-Entwicklung bei einer Million Dollar.

Die Schnittstellen zwischen der Produktion und dem Management überwacht das Produktionskontrollsystem "FIS-Host". Es nimmt etwa die Produktionsanweisungen aus Deutschland entgegen und leitet sie weiter an das Kontrollsystem im Werk. Die Software erfaßt den Status jedes Auftrags im Abstand von 15 Minuten und übermittelt die Daten an die Hauptdatenbank in Deutschland. Hier werden die Informationen ausgewertet. Die Ergebnisse gehen an das Finanz- und Inventarsystem in Mexico.

Die Anwendung ist objektorientiert. Für die Analyse und das Design bediente sich Gedas des Tools "Objectteam" von Sterling (früher Cayenne). Die Umsetzung erfolgte mit Hilfe von C++ unter Windows NT. Anschließend portierte das Entwicklungsteam die Applikation auf DEC-Alpha-Server, auf denen Unix installiert ist. Als Clients setzt Gedas Windows-95-PCs ein. FIS-Host war zur Modernisierung der mexikanischen Fabrikation gedacht, ist aber auch in Brasilien und Belgien im Einsatz.

Die zweite Anwendung "Fusion-jit", die Händlern und Anbietern Produktinformationen liefert, wurde mit den gleichen Tools entwickelt. Sie ermöglicht die Entgegennahme von Produktionsanweisungen aus FIS-Host und versieht sie mit Teilenummern, nach denen die Zulieferer arbeiten. Außerdem übermittelt das System diese Daten an die Zulieferer, so daß diese nahezu in Echtzeit darüber informiert sind, was für die Käfer-Produktion benötigt wird. Zugleich ermöglicht eine Schnittstelle zur SAP-Standardsoftware, die Daten in eine zweiwöchige Vorausplanung einzubeziehen.

Ursprünglich war geplant, via Glasfaser Kontakt zu acht Zulieferern zu halten. Im Projektverlauf aber stellte sich heraus, daß mit 14 Zulieferern kommuniziert werden muß. Dafür setzt Gedas nun das "Value Added Network" von IBM ein. Die VW-Tochter mietet Übertragungskapazitäten und -dienste an. Mittlerweile sind nicht nur die Anbieter, sondern auch 120 Händler integriert.