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11.04.2011 - 

Über 500 MB/s

OCZ Vertex 3 240GB im Test

Michael Schmelzle
Entfesselte Festplatte: Die OCZ Vertex 3 240GB dringt mit Datenraten von über 500 MB/s in eine ganz neue Leistungsdimension vor. Der Test verrät, was die SSD wirklich kann.

Die OCZ Vertex 3 240GB ist die schnellste 2,5-Zoll-SATA-SSD der Welt. Sie dringt in allen Tempotests in Leistungsbereiche vor, die bisher kaum vorstellbar waren: Besonders beeindrucken dabei die sequenziellen Datentransferraten die beim Lesen über ein halbes Gigabyte pro Sekunde betragen. Und beim Schreiben sind es immerhin noch fast 450 MB/s. Die atemberaubende Geschwindigkeit erreicht OCZ durch den brandneuen Sandforce-Controller SF-2218VA1 in Kombination mit schnellen Flash-Speicherchips und einer SATA-600-Schnittstelle.

Tempomacher - Der neue Sandforce-Controller der OCZ Vertex 3 240GB
Tempomacher - Der neue Sandforce-Controller der OCZ Vertex 3 240GB

Wie alle Sandforce-Controller verzichtet auch der SF-2218VA1 auf einen Pufferspeicher und vertraut dem hochkomplexen Schreibalgorithmus "DuraWrite". Die Technik fasst - vereinfacht gesagt - die Daten vor dem Schreibvorgang zusammen und komprimiert sie. Das reduziert die tatsächlich notwendigen Schreibvorgänge und beschleunigt sie in der Summe. Gleichzeitig schont die Technik die Flash-Speicherzellen und erhöht so ihre Lebensdauer. Zudem hat Sandforce beim SF-2218VA1-Controller einen Nachteil der „DuraWrite“-Technik abgestellt: Muss die OCZ Vertex 3 240GB bereits komprimiert Dateien schreiben, bricht die Schreibleistung nicht mehr so stark ein wie bei den Vorgänger-Controllern SF-1200 und SF-1500.

Geschwindigkeit

Die OCZ Vertex 3 240GB bricht einen Rekord nach dem anderen. Im Praxistest, hier muss die SSD einen DVD-Film (4,2 GB) und 1000 MP3-Dateien (5 GB) lesen schreiben und kopieren, bremst die PC-WELT-Testplattform für SSDs die OCZ Vertex 3 240GB meist aus. Grund: Für das Lesen und Schreiben braucht die Vertex 3 ein Quell- beziehungsweise Ziel-Laufwerk, das mindestens genauso schnell Daten anliefern und aufnehmen kann. Eine ferromagnetische Festplatte, die in der Spitze maximal 140 MB/s schafft ist da heillos überfordert. Adäquat wäre hier nur eine zweite Vertex-3-SSD, die OCZ der PC-WELT leider nicht zum Test zur Verfügung stellen konnte.

Aussagekräftig ist daher nur der Kopiertest, bei dem die OCZ Vertex 3 gleichzeitig als Quell- und Ziellaufwerk fungiert. Hier benötigte die OCZ-SSD für den DVD-Film nur sensationelle 26 Sekunden, was in etwa 165 MB/s entspricht. Bisher benötigen Flash-Speicherfestplatten für diesen Kopiervorgang gut die doppelte und herkömmliche 3,5-Zoll-Festplatten gut die vierfache Zeitspanne.

Ergebnis der OCZ Vertex 3 240GB im PCMark Vantage
Ergebnis der OCZ Vertex 3 240GB im PCMark Vantage

Im Festplatten-Test des PC Mark Vantage erreichte die Vertex 3 herausragende 48620 Punkte. Ein Blick auf die Einzelergebnisse des PC Mark Vantage entschlüsselt die abstrakte Punktzahl in Transferraten: Nutzen Sie beispielsweise das Windows Media Center, liefert die OCZ Vertex 3 Musikstücke und Videos mit bis zu 343 MB/s an. Und der Windows Defender durchforstet die Vertex 3 auf der Suche nach Schädlingsprogrammen mit bis zu 228 MB/s (siehe Screenshot links). Herkömmliche Festplatten erreichen in diesen Tests nur rund ein Zehntel dieser Geschwindigkeit.

Neue Rekorde fuhr die OCZ Vertex 3 240GB auch bei den für SSDs so wichtigen IOPs-Messungen ein. Hier ermittelt der Benchmark Iometer, wie viele Schreib- und Lesebefehle die Flash-Speicherfestplatte pro Sekunde verarbeiten kann. Einsame Bestwerte sind die bis zu 33.095 Befehle/s beim wahlfreien Lesen sowie 54.710 Befehle/s beim wahlfreien Schreiben mit einer Blockgröße von 4K und 32 parallele Anfragen.

Die sequenzielle Schreibrate der OCZ Vertex 3 240GB
Die sequenzielle Schreibrate der OCZ Vertex 3 240GB

Die sequenziellen Transferraten loten hingegen das theoretische Maximum einer Festplatte aus. Die OCZ Vertex 3 240GB zeigte sich hier nicht nur außergewöhnlich schnell, sondern auch außergewöhnlich konstant. Die minimale, durchschnittliche und maximale Leserate lag bei 488, 505 sowie 508 MB/s. Somit schwankte die Datentransferrate zwischen Minimum und Maximum um lediglich 4 Prozent.

Ebenfalls barenstark waren die extrem hohen sequenziellen Schreibraten. Die minimale, durchschnittliche und maximale Schreibrate betrug bei der OCZ-SSD 389, 420 sowie 446 MB/s. Größere Schwankungen sind beim sequenziellen Schreiben typisch für Flash-Speicherfestplatten. Doch auch hier setzte die OCZ Vertex 3 mit einer Schwankungsbreite von knapp 15 Prozent neue Maßstäbe.

Auch bei den Zugriffszeiten hielt die OCZ Vertex 3 240GB ihr außergewöhnliches Leistungsniveau. Sowohl im Mittel als auch Maximal lagen die Zugriffszeiten bei 0,03 Millisekunden - ebenfalls einer neuer Bestwert unter den bis dato getesteten SSDs.