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25.07.1980 - 

Gesellschaft für Informatik erhöht Mitgliederzahl:

Offen für jedermann

KARLSRUHE (ha) - Die Gesellschaft für Informatik (GI) - eine Vereinigung der an der Informatik und ihren Anwendungen interessierten Praktiker und Wissenschaftler im deutschsprachigen Raum - konnte ihre Mitgliederzahl innerhalb der letzten Jahre auf inzwischen etwa 2700 erhöhen.

In der GI sind derzeit 15 Fachausschüsse für verschiedene Teilgebiete als Träger der wissenschaftlichen Arbeit eingerichtet, innerhalb derer wiederum seit etwa einem Jahr sogenannte Fachgruppen zu bestimmten Themenbereichen gebildet werden. Im Gegensatz zu den Fachausschüssen sind diese Fachgruppen für jedermann offen.

Methoden und Modelle

Im Fachausschuß "Rechnergestützte Informationssysteme" besteht neben den Fachgruppen zu den Themen "Datenbanken" und "Methoden und Modellbanksysteme" eine weitere Gruppe, die sich mit "Methoden und Modellen für die Entwicklung von Informationssystemen" befaßt. Über diese Fachgruppe, die sich insbesondere auch an die Praktiker wendet, soll hier kurz berichtet werden:

Betriebliche und soziotechnische Informationssysteme weisen nach Ansicht der GI-Leute heute eine sehr hohe Komplexität auf. Dies mache das Verstehen ihrer statischen und erst recht ihrer dynamischen Eigenschaften außerordentlich schwierig, und zwar sowohl für den Planer, den Entwerfer, den Entwickler als auch für den Betreiber solcher Systeme. Methoden, Modelle und Werkzeuge für diese Arbeiten würden daher dringend benötigt. An vielen Stellen innerhalb der Praxis und der Wissenschaft werde bereits darüber nachgedacht. Stichworte seien etwa Methoden zur Ermittlung der an ein Informationssystem zu stellenden Anforderungen, formale Modellierungskonzepte zu seiner Beschreibung, Spezifikation und Analyse, Techniken zur Bewertung seines Verhaltens.

Geeignete Methoden müssen zwei Eigenschaften haben: einmal sollen sie in der täglichen Praxis leicht anwendbar sein, zum anderen bedarf es einer formalen Absicherung, um tatsächlich zu den gewünschten Ergebnissen zu kommen. Die bisher vorliegenden Ansätze kranken häufig daran, daß sie nur eine dieser Forderungen erfüllen. In der betrieblichen Praxis entwickelte Verfahren verfehlen mangels formalen Hintergrunds ihr Ziel, theoretisch überzeugende Ansätze sind so wenig "handlich", daß sie von den Anwendern nicht akzeptiert werden können (GI-Pressetext).

Lückenschließer

Aus diesem Grund habe sich die Fachgruppe "Methoden und Modelle für die Entwicklung von Informationssystemen" das Ziel gesetzt, zur Schließung dieser Lücke beizutragen. Hierzu sollen Ansätze aus verschiedenen Gebieten (Netztheorie, Graphentheorie, Operations Research, Simulationstechnik, Programmkonstruktion) gesichtet, auf ihre Verwendbarkeit hin überprüft und zu praktikablen Werkzeugen fortentwickelt werden.

Voraussetzung solch ehrgeiziger Ziele ist laut GI, daß nicht allein ein kleiner Kreis von Wissenschaftlern unter sich diese Problematik diskutiert.

Informationen: H. C. Mayr, Institut für Informatik 11, Universität Karlsruhe, Postfach. 6380, 7500 Karlsruhe, Tel.: 07 21/608-39 11.