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29.05.1987 - 

CIM-Veranstaltung bei der J. M.Voith GmbH für die Mitarbeiter:

Offene Strategie soll Akzeptanz erhöhen

HEIDENHEIM (dar) - Um die Akzeptanz ihres CIM-Konzeptes bei den Mitarbeitern zu erreichen, geht das Maschinenbau-Unternehmen J. M. Voith einen interessanten Weg: In einem Informationszelt können sich während der Arbeitszeit die Beschäftigten in den nächsten zwei Monaten übler irA (Integrierte rechnergestützte Auftragsabwicklung) informieren.

"Das Ziel heißt dabei für uns: Akzeptanz des Konzeptes bei den Mitarbeitern", erklärt Günter Armbruster, Mitglied der Geschäftsführung bei der J. M. Voith GmbH. "Das Wissen wollen wir jetzt in Videoshows und Fachvorträgen vermitteln." Der immer härter werdende Wettbewerb mache dieses strategische Vorgehen notwendig. Nur wenn die Mitarbeiter mitziehen, würden sich die Investitionen von 50 Millionen Mark bis 1991 auch auszahlen.

Das Schlagwort bei Voith heißt: die Betroffenen beteiligen, und nicht die Beteiligten betroffen machen. Dies zeigt sich auch an Demonstrationen im Informationszelt. Hier können die Voith-Mitarbeiter einen Blick in die Zukunft werfen und sich genau erklären lassen, wie sich ihr Arbeitsplatz verändern wird.

Mit "CIM" wollte man dieses Konzept jedoch offiziell nicht bezeichnen. Die Gründe: Dieses Schlagwort werde zum einen zu sehr mit dem Begriff menschenlose Fabrik verbunden, zum anderen sei es für Serien- und weniger für Einzelfertiger geeignet. Der Begriff irA soll dagegen das Interesse der Mitarbeiter erwecken und sie für eine mögliche Weiterbildung aufgeschlossen halten. Der Betroffene soll sich zum aktiven Mitgestalter wandeln.

Einen positiven Nebeneffekt verspricht sich die J. M. Voith GmbH ferner bei einer erfolgreichen Durchführung des Konzeptes. Ihre Lösung soll auch den eigenen Werkzeugmaschinenkunden angeboten werden. Einen Teil der Investitionen könnte auf diese Art und Weise wieder in das Unternehmen zurückfließen. Gute Erfolge erzielte Voith dabei laut Armbruster bereits mit ihrem CAD-System. Allerdings: An die direkte Konkurrenz im Papiermaschinenbereich in Finnland und den USA soll das Know-how nicht gehen.