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27.09.2007

Offener Standard für Virtualisierung

Über ein neutrales Format sollen Anwender virtuelle Maschinen austauschen können.

VMware hat den Weg zu einem zukunftsweisenden Konzept geebnet und wesentliche nicht-experimentelle Kernel-Module und eigene Anwendungen als Open Source dem Projekt "Open Virtual Machine" übergeben. Gleichzeitig fordert der Anbieter andere Hersteller auf, ihre Programme ebenfalls quelloffen verfügbar zu machen. Die meisten der bisher in diesem Rahmen vorgelegten Softwaremodule stehen unter der Lesser General Public License 2.1 (LGPL).

Open Virtual Machine Format

Das bei Sourceforge gehostete Projekt arbeitet an einer Auf-gabenstellung, die wichtiger ist, als es zunächst den Anschein hat. Es geht um die Entwicklung eines quelloffenen "Open Virtual Machine Format" (OVF). "Dieses Format dient der vereinheitlich-ten Ablage und dem barrierefreien Export virtueller Maschinen", erläutert der auf VMware spezialisierte Berater Dennis Zimmer von Pillar Data Systems in München, der Betreiber der Website www.vmachine.de. "OVF soll genutzt werden, um virtuelle Maschinen standardisiert verteilen und anbieten zu können."

Das bedeutet, jede Virtualisierungssoftware ob nun VMware-ESX, Xen, Microsoft Viridian oder andere sollte über das Open Virtual Machine Format virtuelle Maschinen (VMs) importieren und exportieren können. Das würde Anwendern viel Arbeit bei der VM-Konfiguration ersparen und ihnen mehr Flexibilität und Wahlmöglichkeiten bei der Nutzung von Virtualisierungslösun-gen geben. "OVF könnte quasi eine Norm für virtuelle Infrastrukturen werden", meint Zimmer.

Die Dimension des Ganzen ist schnell zu erkennen, wenn man weiß, dass auf dem VMTN-Marketplace inzwischen mehr als 600 virtuelle Appliances ange-boten werden. Momentan ist ihre Nutzbarkeit eingeschränkt, weil sie noch nicht im OVF vorliegen. Das könnte sich aber in den meisten Fällen laut Zimmer noch in diesem Jahr ändern. Ein großer Teil der Appliances dürfte gleichzeitig Open Source gestellt werden. (ls)