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21.07.1995

Oft hilft bei Problemen das Tonverfahren weiter Scaller-Dienst der DeTeMobil erzielt enorme Zuwachsraten

BONN (CW) - Als Senkrechtstarter entpuppt sich derzeit der

"Scall"-Dienst der Telekom-Tochter DeTeMobil. Seit dem Start im Dezember 1994 haben sich bundesweit bereits ueber 160000 Kunden mit ihren Empfaengern in das Netz eingebucht. Nach Angaben des Carriers ist dieses Wachstum ein internationaler Rekord. Bis zum Jahr 2000 rechnen die Bonner mit einer Million Scallern, wie die Nutzer des Paging-Dienstes im Szenejargon heissen.

Zwar hat die DeTeMobil damit den bisherigen europaeischen Spitzenreiter Schweden mit 120000 Teilnehmern ueberholt, doch im internationalen Vergleich steckt der deutsche Paging-Markt noch in den Kinderschuhen, obwohl die hiesigen User anders als in den meisten anderen Laendern keine Gebuehren bezahlen muessen. Waehrend hierzulande knapp 0,75 Prozent der Bevoelkerung den Service nutzen, kommen die Paging-wuetigen Amerikaner bereits auf eine Quote von 7,8 Prozent. Ebenso sind die entsprechenden Dienste in den asiatischen Laendern schon fast eine Selbstverstaendlichkeit: In Japan verwenden 6,5 Prozent das Medium, und in Singapur ist es bereits jeder fuenfte Einwohner.

Seit kurzem sind die deutschen Scall-Teilnehmer auch aus den Niederlanden, Frankreich, Italien oder Grossbritannien via 15stelliger Ziffernlaenge erreichbar. Zur Versendung der numerischen Botschaft muss die jeweilige Vorwahl fuer Deutschland plus die 1681 plus individueller Scall-Rufnummer gewaehlt werden.

Fuer alle, die bisher Schwierigkeiten hatten, eine Nachricht an einen Scall-Besitzer abzusetzen, hat die DeTeMobil einen praktischen Rat parat: die Umstellung des Telefons auf das sogenannte Mehrfrequenzwahlverfahren (MFV) - kurz Tonwahl. Nach Erhebungen der Telekom-Tochter tut dies nur ein Drittel aller Scaller, obwohl zahlreiche Telefone bereits an digitale Vermittlungsstellen angeschlossen sind.

Allen Anwendern, die noch an einer analogen Schaltstelle haengen, empfiehlt der Carrier nach dem Verbindungsaufbau das Telefon auf Tonwahl umzustellen.

Sollte dies bei aelteren Telefonen nicht moeglich sein, so raet die DeTeMobil zur Verwendung marktueblicher Anrufbeantworter- Abfragegeraete, die nichts anderes sind als Tonsender, die die entsprechenden Tonwahl-Signale abgeben.

Mit diesem Trick lassen sich auch andere Telekommunikationsdienste wie Telebanking oder die privaten 0190-Services, die von Sprachcomputern gesteuert werden, leichter bedienen.