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14.02.1997 - 

Protest britischer Provider hat Erfolg

Oftel legt Internet-Regulierungspläne auf Eis

Vor rund einem Jahr hatte Oftel Pläne veröffentlicht, Internet-Services künftig als Kern-TK-Geschäft zu bewerten. Damit war die Behörde der Argumentation gefolgt, daß sich keine saubere Trennlinie mehr zwischen Sprach- und Datennetzen ziehen lasse.

In der Praxis wäre somit im Internet-Geschäft eine Zwei-Klassen-Gesellschaft entstanden: Auf der einen Seite Provider wie British Telecom, Cable & Wireless sowie AT&T, die aufgrund ihrer Sprachlizenzen als Carrier eingestuft worden wären, während andererseits der Rest der Provider nur einen Kundenstatus gehabt hätte. Und genau in dieser Einstufung liegt der Haken: Nach den derzeitigen Gesetzen haben die Inhaber von Telecom-Lizenzen das Recht, Leitungskapazitäten bei anderen Carriern mit einem Rabatt von zehn Prozent anzumieten als Belohnung dafür, daß sie selbst in die TK-Infrastruktur investiert haben. Kapazitäten für Internet-Dienste sind von dieser Ermäßigung ausgenommen, wären jedoch im Zuge der Neueinstufung ebenfalls rabattierungsfähig geworden.

Nicht ohne Grund liefen die Provider gegen diese Neuregelung Sturm. Für viele der kleineren ISPs, die mit Gewinnmargen von zehn Prozent arbeiten und von den großen Carriern Leitungen anmieten, hätte sie den Ruin bedeutet. Denn in einem neuen Preiskampf, in dem die Großen der Branche die gleichen Leitungen für zehn Prozent weniger anmieten könnten, würden sie wohl kaum überleben.